4:1-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel

Bayern München zeigt Lazio Rom die Grenzen auf

Bayern München war eine Nummer zu groß für Lazio Rom.
© dpa, Gregorio Borgia, AC alf

24. Februar 2021 - 8:39 Uhr

Lazio Rom gegen Bayern München chancenlos, Tuchels Chelsea ringt Atlético nieder

Der FC Bayern München steht mit einem Bein im Viertelfinale der UEFA Champions League. Gegen ein geradezu ängstlich wirkendes Lazio Rom zeigte der FCB ein komplett anderes Gesicht als bei der Klatsche gegen Eintracht Frankfurt und gewann völlig ungefährdet mit 4:1. Auch in der zweiten Partie des Abends gab es erfreuliche Nachrichten aus deutscher Sicht, denn Thomas Tuchels FC Chelsea siegte auswärts knapp mit 1:0 gegen Atlético Madrid.

Lazio Rom - Bayern München 1:4 (0:3)

Tore: 0:1 Lewandowski (9.) 0:2 Musiala (24.) 0:3 Sané (42.) 0:4 Acerbi (ET, 46.) 1:4 Correa (49.)

Diesmal begann das Spiel nicht mit einem zuletzt fast schon Usus gewordenen frühen Rückstand, sondern zur Abwechslung mal mit einem Start nach Maß für die Bayern: Nachdem Süle gleich zu Beginn mit einer Einzelaktion die gesamte Abwehr Lazios aushebelte und beinahe traf, machten es die Römer dem "Sechstupel"-Sieger wenige Minuten später noch einfacher: Mateo Musacchio misslingt ein Rückpass zu Keeper Pepe Reina komplett, Robert Lewandowski bedankte sich und netzte zum 1:0 ein.

Noch bevor die erste halbe Stunde gespielt war, schepperte es schon wieder im Lazio-Tor. Nach einer schönen Einzelaktion von Alphonso Davies hatte Leon Goretzka das Auge für Jungspund Jamal Musiala, der aus 16 Metern wie ein alter Hase zielsicher vollendete. Der endgültige Beweis für eine ersten Hälfte, in der die Münchner das Spiel zu jedem Zeitpunkt unter Kontrolle hatten. Einmal hatten die Bayern aber auch das nötige Glück: Kurz vor dem 2:0 kam Sergej Milinovic-Savic nach einem ungestümen Tackling von Jerome Boateng im Strafraum zu Fall. Tendenz eher Elfmeter, doch sowohl der Video-Schiedsrichter als auch der Referee auf dem Platz sahen das anders und ließen weiterspielen.

Selbst das Kontern klappt auf einmal

Und damit vor der Halbzeit auch der letzte Zweifel am Sieger dieser Partie ausgemerzt wurde, nahmen die Bayern ein weiteres italienisches Geschenk an und sorgten in Form von Leroy Sané noch vor der zweiten Halbzeit für die Entscheidung. Im Angesicht der völlig verunsicherten Römer keine Prognose, sondern ein vorweg genommenes Urteil.

Dass die Bayern sogar Kontern können, bewiesen der blitzschnelle Davies und Sané. Letzterer ließ nach dem Abspiel zwei Verteidiger alt aussehen und seine Hereingabe Richtung Lewandowski vollendete Lazio-Verteidiger Francesco Acerbi aus Respekt einfach selbst.

Zwar schafften die Italiener noch das 1:4, doch der Treffer zählte maximal noch als Ergebniskosmetik. Die Münchner ließen in ihrem vorweggenommenen Auslaufen Lazio noch ein paar Möglichkeiten, unter dem Strich passierte außer vielen Fouls auf beiden Seiten in der Schlussphase aber nur noch wenig.

Atlético Madrid - FC Chelsea 0:1 (0:0)

Tore: Giroud (68.)

Für den einzigen Treffer im zwei Achtelfinal-Hinspiel des Abends sorgte im Bukarester Nationalstadion der Franzose Giroud in der 68. Minute. Das Heimspiel der Spanier musste aufgrund der Corona-Reisebeschränkungen in die rumänische Hauptstadt verlegt werden. Schon nach knapp zwei Minuten wären die stürmisch beginnenden Spanier fast in Führung gegangen: Nach einem Schnitzer und Fast-Foul von Chelseas Keeper Edouard Mendy kam Atlético-Kapitän Koke aber nicht mehr in Schussposition. Die erste echte Chance vergab Thomas Lemar nach feinem Zuspiel von Luis Suárez knapp (14.).

Doch Tuchels Team mit den DFB-Nationalspielern Antonio Rüdiger und Timo Werner in der Startelf war nach einer Viertelstunde dann im Spiel. Die Blues setzten in dem über weite Strecken ausgeglichenen Duell, das vom deutschen Referee Felix Brych souverän geleitet wurde, aber nur selten torgefährliche Akzente. Und auch nach der Pause gab es kaum hochkarätige Chancen - die meisten Aktionen spielten sich zwischen den Strafräumen ab. Den Treffer von Giroud gab Brych erst, nachdem der Videoassistent eine vermeintliche Abseitsstellung überprüft hatte. Mit dem Auswärtssieg bringt sich Chelsea in eine gute Position für das Rückspiel, in dem ein Unentschieden zum Einzug ins Viertelfinal genügt.