Bayern schlagen Atlético

Baby beflügelt Papa Kimmich

David Alaba attackiert Joao Felix. Links Joshua Kimmich.
David Alaba attackiert Joao Felix. Links Joshua Kimmich.
© dpa, Matthias Schrader, kde

21. Oktober 2020 - 23:54 Uhr

Lass das mal den Papa machen ...

Bayern München hat am ersten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase einen starken 4:0-Erfolg gegen Atlético Madrid eingefahren. Den Sieg leitete Joshua Kimmich ein, der in der Nacht vor dem Spiel zum zweiten Mal Vater geworden war. Von Müdigkeit keine Spur bei dem 25-Jährigen.

Bayern München - Atlético Madrid: 4:0 (2:0)

Tore: 1:0 Coman (28.), 2:0 Goretzka (41.), 3:0 Tolisso (67.), 4:0 Coman (72.)

Der Nationalspieler schnappte sich vor dem 1:0 mit einer cleveren Grätsche den Ball, schaltete blitzschnell um und bediente mit einem Pass Kingsley Coman, der vor dem Tor cool blieb.

Im Mittelfeld hielt der Stratege wie gewohnt die Ordnung gegen einen Gegner, für den Mitspieler Thomas Müller nicht die nettesten Worte übrig hatte. "Was ist hier los? Wir spielen gegen Atlético Madrid, die größten Rabauken im europäischen Fußball", schimpfte der Weltmeister von 2014, als er für einen harten Zweikampf eine Gelbe Karte sah. Zur Erklärung: Atlético ist für seine robuste Spielweise berühmt-berüchtigt.

Gut, dass Trainer Hansi Flick gegen die sperrigen Spanier auf seinen Mittelfeldboss Kimmich setzen konnte. "Wir sind alle froh, dass es rechtzeitig gekommen ist. Er natürlich auch", hatte Flick vor dem Spiel gesagt. "Wir freuen uns, dass er uns zur Verfügung steht, weil er ein wichtiger Spieler ist."

Die Münchner hatten den Gegner auch ohne den am Coronavirus erkrankten Serge Gnabry im Griff, Grundstein für dien Sieg war die starke erste Hälfte mit 11:3 Torschüssen zugunsten der Bayern.

Bärenstarker Kingsley Coman

Mann des Spiels war ohne Frage der Führungstorschütze Coman, der außerdem das 2:0 durch Leon Goretzka vorbereitete und die Atlético-Hintermannschaft beim 4:0 im Alleingang mit einem Haken nach dem anderen schwindelig spielte. Gut möglich, dass Madrid-Verteidiger Felipe, der gleich mehrfach vom Franzosen erwischt wurde, einen Brummschädel davontrug.

Leidtragender des Treffers war auch Comans Landsmann Corentin Tolisso. Seine Rakete aus 20 Metern wurde zum zweitschönsten Tor des Spiels degradiert.

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