Nach Zittersieg weiter Chancen auf K.o.-Runde

Champions League: Bayer Leverkusen feiert gegen Atlético Madrid ersten Vorrunden-Sieg

Bayer Leverkusen - Atlético Madrid
Bayer Leverkusen - Atlético Madrid
© dpa, Federico Gambarini, hpl

06. November 2019 - 23:21 Uhr

Leverkusen endlich mal mit starkem Europapokal-Abend

Bayer Leverkusen hat in der Gruppenphase der Champions League nach dem letzten Strohhalm gegriffen und weiterhin Chancen aufs Achtelfinale. Das Team von Trainer Peter Bosz gewann zuhause gegen den spanischen Topclub Atlético Madrid verdient mit 2:1. Dank des ersten Vorrunden-Dreiers darf sich die Werkself in Gruppe D noch zarte Hoffnungen auf das Erreichen der K.o.-Runde machen, auch wenn Atlético als Tabellenzweiter vier Punkte weg ist.

Eigentor klappt im zweiten Versuch

Vor 29.000 Zuschauern lieferte Leverkusen endlich mal einen richtig starken Europapokal-Abend ab. Von Beginn an bestimmte die Werkself das Geschehen. Weil die Abwehr der Madrilenen aber gut stand, waren Großchancen in Hälfte 1 Magelware.

Einzig bei Standards zeigten die Gäste Schwächen. Eine Ecke von Nadiem Amiri lenkte Atlético-Verteidiger Felipe um ein Haar ins eigene Tor, die Murmel prallte an die Latte (38.).

Wie Eigentor richtig geht, führte wenig später Thomas Partey vor. Der Abwehrmann versuchte eine Hereingabe von Charles Aránguiz zu klären, was völlig in die Hose ging: Sein Kopfball trudelte unhaltbar für Tormann Jan Oblak ins eigene Tor (41.). Akt 1 der Bayer-Part(e)y.

Nach Amiri-Rot wurde es noch mal eng

Akt 2 in Minute 55: Karim Bellarabi bediente von rechts Kevin Volland - der Kapitän nahm die Kugel kurz an, drehte sich und netzte eisklat ein. Anschauungsunterricht in 'wie fackel ich nicht lange und haue die Pille rein'.

Danach wurde Ateltico zwar stärker, Angst und Schrecken verbreiteten Simeones Wilde zunächst aber nicht. Und doch musste Leverkusen in der Schlussphase noch mal richtig zittern.

Amiri grätschte an der Seitenlinie Santiago Arias völlig unnötig um (84.). Der Schiri bestrafte die Dummheit des Nationalspielers mit glatt Rot. In Unterzahl kassierten die Hausherren in der Nachspielzeit den Anschlusstreffer durch Alvaro Morata.

Herzattacken-Gefahr dann Sekunden vor dem Abpiff: Erneut Morata kam frei zum Abschluss - Torwart Lukas Hradecky rettete seiner Elf mit einer tollen Fußabwehr den so wichtigen Sieg.

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Wichtiger Sieg für Europa-League-Chancen

Leverkusen ist in Gruppe D zwar nach wie vor Letzter, hat dank des ersten Vorrunden-Sieges aber immer noch rechnerische Chancen auf Platz 2. Viel wichtiger war der Dreier aber mit Blick auf den nächsten Gegner Lokomotive Moskau. Gewinnt Bayer in Moskau, hat das Bosz-Team auf jeden Fall gute Chancen als Gruppen-Dritter in der Europa League zu überwintern.

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