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CDU wirft Woidke im Medikamentenskandal Verschleierung vor

Steeven Bretz spricht im Landtag
Der Abgeordnete Steeven Bretz (CDU) spricht im Brandenburger Landtag. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv © deutsche presse agentur

Im Skandal um illegalen Medikamentenhandel hat die oppositionelle CDU Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Verschleierungstaktik vorgeworfen. Woidke habe behauptet, dass die Wirksamkeit der in Griechenland gestohlenen Krebsmedikamente durch Labortests ermittelt werden könne, kritisierte Brandenburg CDU-Generalsekretär Steeven Bretz am Dienstag. Dabei habe Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) schon selbst eingeräumt, dass die Überprüfung der Proben keine Rückschlüsse auf die bereits verbrauchten Medikamente zuließen.

Dies sei der offensichtliche Versuch Woidkes, das Ausmaß des Skandals zu verschleiern, meinte Bretz. "Ich weiß nicht was schlimmer ist, dass Woidke im Medikamentenskandal noch immer keine Ahnung hat, oder dass er mit den Hoffnungen der Betroffenen spielt", kritisierte der Generalsekretär. Woidke hatte am Montag erklärt, dass vor einer Bewertung des Medikamentenskandals die Ergebnisse der Labortests abgewartet werden müssten.

Golze sollte am Dienstag im Kabinett zum Versagen der Arzneimittelaufsicht im Fall der gestohlenen Krebsmedikamente Stellung nehmen. Ein Brandenburger Pharmahändler soll in Griechenland gestohlene und womöglich unsachgemäß gelagerte Krebsmedikamente an Apotheken in mehrere Bundesländer geliefert haben. Schon 2016 gab es darauf erste Hinweise, doch erst vor zwei Wochen wurde der Firma von den brandenburgischen Behörden die Betriebserlaubnis entzogen.


Quelle: DPA

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