CDU-Politikerin Gitta Connemann will spontane Tattoos verbieten

Spontane Tattoos? Ein No-go findet die CDU-Politikerin.
Spontane Tattoos? Ein No-go findet die CDU-Politikerin.
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Gitte Connemann will Spontantattoos verhindern

Jederzeit, überall können sich Menschen spontane Tattoos stechen lassen. Egal, wie es um ihren Gemütszustand steht, wie hoch der Alkoholpegel sein mag oder in welcher Ausnahmesituation man sich auch befindet. Gegen diese Art von Spontantattoos spricht sich nun CDU-Politikerin Gitta Connemann aus.

Fristen sollen Spontantattoos verhindern

Gitta Connemann (CDU) ist der Meinung, dass Tätowierungen zwingend überlegt getroffen werden sollten. Mit Fristen und Beratung sollen Spontantattoos verhindert werden.
Gitta Connemann (CDU) ist der Meinung, dass Tätowierungen zwingend überlegt getroffen werden sollten. Mit Fristen und Beratung sollen Spontantattoos verhindert werden.
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Die Vizechefin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, will junge Menschen vor übereilten Tattoos schützen. Deshalb schlägt sie Pflichtberatungen mit zeitlichem Abstand zum Stechen vor. "Es darf nicht sein, dass eine Entscheidung, die lebenslang sichtbar sein wird, spontan, ohne Beratung und ungesichert erfolgen kann", sagte die CDU-Politikerin dem Berliner "Tagesspiegel". Mit Fristen zwischen der Beratung und dem Tätowieren könnten Spontantattoos unter Gruppendruck oder Alkohol verhindert werden.

Connemann will Wissenschaftler, Verbände, Ministerien, Farbenhersteller und andere Fachleute zu einem Tattoo-Gipfel im November einladen, um über die Gefahren, die mit Tattoos verbunden sind, zu sprechen. Das Bundesernährungsministerium, das innerhalb der Bundesregierung für schärfere Vorschriften bezüglich der Tattoofarben zuständig wäre, erklärte jedoch auf Tagesspiegel-Anfrage, man strebe keine nationalen Vorschriften, sondern "europaweite Regelungen zur Sicherheit von Tätowiermitteln im Sinne des Verbraucherschutzes an".