So soll das Großevent stattfinden können

CDU-Parteitag im Dezember: Mit Bling-Bling gegen Corona

CDU-Spitze hält an Präsenzparteitag fest.
CDU-Spitze hält an Präsenzparteitag fest.
© dpa, Kay Nietfeld, mkx bsc jat jai

14. September 2020 - 12:16 Uhr

Alle Mitglieder sollen Anstecker am Revers tragen

Es könnte ein Parteitag mit Bling-Bling-Effekt werden – und das ist nicht nur inhaltlich gemeint: Der Anfang Dezember in Stuttgart geplante Parteitag soll stattfinden, das CDU-Präsidium hält daran fest.  Spannend ist dann nicht nur die Wahl des neuen Parteivorstandes, spannend sind schon jetzt die Vorbereitungen und Corona-Schutzmaßnahmen, die die CDU für dieses Groß-Event nach RTL-Informationen plant. Die CDU setzt unter anderem auf blinkende Anstecker!

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Parteitag soll nicht zum "Superspreader-Event" werden

Was vielleicht an einen Junggesellinnen-Abschied am Ballermann erinnert, soll die Parteimitglieder schützen: Jeder Teilnehmer soll ein rotes Blinklicht am Revers tragen, das blinkt, wenn die zwei Meter Mindestabstand nicht eingehalten werden. Die Maßnahmen werden derzeit noch im Bundesvorstand diskutiert.

Der Parteitag wird kurz gehalten, zu groß sei die Sorge, dass die Delegierten abends noch zusammensitzen und der Parteitag zum Superspreader-Event werde, heißt es. So sollen am 3. Dezember Präsidium und Bundesvorstand der CDU tagen. Am 4. Dezember, einem Freitag, soll der Parteitag dann am frühen Morgen beginnen. Das Ende ist für den Nachmittag geplant. Ursprünglich waren drei Tage geplant.

Anders als sonst soll es keine Gäste etwa aus dem Ausland und auch keine Aussteller geben. Die ganze Atmosphäre wird an eine riesige Abi-Prüfung erinnern: In alle Richtungen solle es 1,5 bis zwei Meter Abstand geben. Wer mal muss, muss sich mit Uhrzeit und Name eintragen, damit immer nachvollziehbar bleibt, wer wann wo war. Die 1001 Delegierten müssen sich nach RTL-Informationen die Corona-Warn-App herunterladen, was im Übrigen auch kontrolliert werden soll.

Welcher Kandidat blinkt am Ende?

Ja, und sollte es in Stuttgart neue Beschränkungen oder einen Lockdown geben – auch dafür hat die CDU vorgesorgt und sich sicherheitshalber eine Halle in Berlin optioniert.

Die CDU setzt also offenbar alles daran, dass dieser Parteitag auf jeden Fall stattfinden wird. Auf der vorläufigen Tagesordnung stehen bisher die Rede der Parteivorsitzenden Kramp-Karrenbauer, die Aussprache dazu und die Wahl des neuen Parteivorstands. Und ob dann am Ende Armin Laschet, Friedrich Merz oder Norbert Röttgen blinkt – für diese  Antwort müssen wir uns noch bis zum Winter gedulden.

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