RTL-Finanzexpertin ordnet Ihr Geld

Carola Ferstl: Sie haben mehr Geld, als Sie denken - machen Sie was daraus!

Carola Ferstl ist Moderatorin bei ntv und Deutschlands bekannteste Finanzjournalistin. Sie hat Bestseller wie „Geld tut Frauen richtig gut“ und „Frauen sind die besseren Anleger“ geschrieben . Ab sofort gibt sie Tipps rund ums Geld bei RTL.
© Carola Ferstl, Malou Pentzien

10. Juli 2020 - 10:47 Uhr

Wo ist das Geld geblieben?

Nie wieder Sorgen ums Geld, wäre das nicht schön? Doch für viele Menschen gilt der Spruch: "Am Ende des Geldes ist immer noch so viel Monat da" – und macht das Problem deutlich. Aber wäre es nicht schön einmal zu wissen, wo das Geld geblieben ist? Und besser noch: Hat man vielleicht mehr Geld, als man denkt? Hier kommen sechs einfache Tipps, mit denen man Ordnung in die Finanzen bekommt.

Verhältnis zum Geld ändern

Nehmen Sie sich zunächst erst einmal die Zeit, über Ihr Geldverhalten nachzudenken. Fragen Sie sich, warum Sie so ein schlechtes Gefühl haben, wenn es um Gelddinge geht - und lassen Sie uns gemeinsam dieses Gefühl verändern. In etwas Positives und Gutes.

Denn viele von uns sind mit Glaubenssätzen aufgewachsen wie "Geld verdirbt den Charakter" oder "Geld allein macht nicht glücklich", die uns erklärten, irgendwas sei nicht gut am Geld, Geld sei nicht wichtig. Dennoch wissen wir, dass wir es an ziemlich jeder Stelle brauchen.

Wenn Sie als Kind erlebt haben, dass immer zu wenig davon da war oder dass es Streit zwischen den Eltern um das "liebe" Geld gab, dann sollten Sie sich nicht wundern, dass auch Ihre Gefühle bei dem Thema eher negativ geprägt sind.

Haben Sie schon ein besseres Gefühl zum Geld? Dann kann es mit den Tipps losgehen:

1. Zeit nehmen

Nicht zwischen Wäsche und Büro-Kram, Abendessen-Machen oder Lieblings-Krimi - für das Aufräumen der Finanzen sollte man sich ein paar Stündchen nehmen. Vielleicht am Wochenende, wenn alle aus dem Haus sind oder früh am Morgen, wenn die anderen Familienmitglieder noch schlafen. Um unangenehme Dinge wirklich aus dem Weg zu räumen - und Finanzchaos ist so etwas – braucht man Ruhe.

2. Haushaltsbuch führen

Das hat schon unsere Mutter empfohlen und vielleicht selber nie gemacht. Alle Einnahmen und Ausgaben auflisten, wirklich alle. Keinen Kaffee mit der Freundin auslassen. Apps auf dem Handy ersetzen heute das Papier, wie die Haushaltsbücher MoneyControl oder MoneyStats.

3. Ordner anlegen

Hier werden alle Rechnungen abgeheftet, gern mit farbigen Trennern und bunten Zwischenseiten. Von der Bank und Versicherung über Wohnung, Strom und Wasser-Rechnungen bis hin zu den Ausgaben für die Kleinen. Bei Selbständigen kommen natürlich noch die entsprechenden Rechnungen hinzu, wenn nicht hierfür sowieso eine eigene Buchhaltung gemacht wird.

4. Geldfresser finden

Diese Aufgabe macht vielleicht am meisten Spaß, zumindest verspricht sie einen Aha-Effekt. Denn bei der Durchsicht aller Zahlungen stößt man nicht selten auf längst vergessene Mitgliedschaften und Versicherungen, die man wirklich nicht braucht.

5. Kleingeldsparer einrichten

Kinder haben kaum noch ein gutes altes Sparschweinchen, das ist schade. Denn die Grundlage zum Sparen wird in jungen Jahren gelegt. Auf ein Eis zu verzichten und das Geld stattdessen in die Sparbüchse zu stecken, erfordert schon ein wenig Übung. Es macht sich aber im späteren Leben bezahlt. Starten Sie einfach heute Ihr Kindererlebnis und sparen Sie von nun an das, was die Geldfresser vorher verbraucht haben.

6. Aktiensparen

Schon mit diesen einfachen Tipps können Sie ein ganz neues Kapitel aufschlagen und endlich dem Zins-Tief entkommen. Sparen Sie regelmäßig kleine Beträge in einem ETF-Sparplan und machen Sie endlich mehr aus Ihrem Geld mit wenig Risiko.

Carola Ferstl ist Moderatorin bei ntv und gehört zu Deutschlands bekanntesten Finanzjournalisten. Sie hat Bestseller wie "Geld tut Frauen richtig gut" und "Frauen sind die besseren Anleger" geschrieben . Ab sofort gibt sie Tipps rund ums Geld bei RTL.