'Carlos'-Prozess: Terror-Opfer sprechen

12. Februar 2016 - 3:36 Uhr

Im spektakulären Prozess gegen den Ex-Top-Terroristen Illich Ramirez Sanchez (62) haben in Paris Anschlag-Opfer das Wort ergriffen. Der einst unter dem Namen "Carlos, der Schakal" bekannte Venezolaner muss sich seit fünf Wochen wegen Mittäterschaft bei vier Anschlägen aus den Jahren 1982/1983 in Frankreich verantworten. Die Anwälte der Nebenkläger haben ihre Plädoyers begonnen. Ein Urteil des Geschworenengerichts wird voraussichtlich am kommenden Donnerstag oder Freitag erwartet.

"Bomben werfen hat noch nie die Welt von Armut und Not befreit", sagte am Freitag vor Gericht nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP ein Geologe. Der damals 24-Jährige war bei einem Anschlag auf einen Hochgeschwindigkeitszug 1982 im Bahnhof von Marseille schwer an den Beinen verletzt worden. Heute ist er schwerbehindert. Bei diesem Anschlag starben fünf Menschen, Carlos soll daran mitgewirkt haben.