"Car Freitag" in NRW: Polizei kontrolliert Tuningszene

© dpa, Caroline Seidel, cas axs

30. März 2018 - 14:43 Uhr

Friedliche Treffen von Tuningfans

Hunderte Autotuningfans haben sich an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen zum sogenannten "Car Freitag" getroffen. Weil es in den letzten Jahren immer mal wieder zu Zwischenfällen gekommen war, führte die Polizei in einigen Städten verstärkt Kontrollen durch. Dabei sei in diesem Jahr jedoch alles friedlich geblieben.

NRW-Minister will Rasern die Autos wegnehmen

Für Fans von "frisierten" Autos sind die Treffen ein wahres Fest. In mehreren nordrhein-westfälischen Großstädten erklärt die Autotuningszene den Karfreitag seit einigen Jahren kurzerhand zum "Car Freitag". Dass Anwohner und Behörden dies zum Teil kritisch beäugen, ist angesichts der Diskussionen und Prozesse um Raser keine Überraschung. Die Polizei führte in diesem Jahr verstärkt Kontrollen durch, nur vereinzelt wurden leistungsgesteigerte Autos aus dem Verkehr gezogen. Insgesamt verliefen die Treffen ruhig. In Paderborn war ein Tuner-Treffen im letzten Jahr noch wegen Lärmbelästigung abgebrochen worden. 

Die Polizei war laut eines Polizeisprechers "gut gerüstet" in den Tag gestartet. Bei den Einsätzen ginge es nicht darum, die Szene zu verteufeln, sondern die, die sich daneben benehmen, zur Rechenschaft zu ziehen. Zuvor hatte sich NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) für ein hartes Vorgehen gegen Raser ausgesprochen. Er wolle ihnen die Autos wegnehmen und diese versteigern. "Wer glaubt, dass er in unseren Innenstädten Rennen fahren darf, der sollte schon einmal anfangen, für ein Fahrrad zu sparen", hatte Biesenbach verkündet.