RTL News>

Campino: "Die Politik hat den Sommer verschlafen"

#AlarmstufeRot

Campino: "Die Politik hat den Sommer verschlafen"

 Campino von den Toten Hosen bei der Demonstration zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft vom Aktionsbündnis Alarmstufe Rot . Berlin, 28.10.2020 *** Campino von den Toten Hosen at the demonstration to save the event industry from the Aktionsbündnis
Campino bei der Demonstration zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft.
www.imago-images.de, imago images/Future Image, Sebastian Gabsch via www.imago-images.de

Protest in Berlin

Die Veranstaltungsbranche hat am Mittwoch (28. Oktober) in Berlin mit einem Autokorso und einem Fußmarsch demonstriert und will damit auf ihre prekäre Lage in der Corona-Pandemie hinweisen. Auf einer Abschlusskundgebung hat Toten-Hosen-Frontmann Campino (58) zu den Demonstranten gesprochen und wurde dabei deutlich: "Offensichtlich hat die Politik den Sommer verschlafen. Eine Lockdown- und Öffnungsstrategie in Schwarz-Weiß ist einfach zu wenig", erklärte der Musiker übereinstimmenden Medienberichten zufolge. Es gehe hier "nicht um Weihnachten. Es geht um ein ganzes Jahr und Tausende Existenzen."

"Das wird uns ins Haus stehen"

Neben Campino haben sich weitere Promis aus der Musikwelt am Mittwoch solidarisch gezeigt. Roland Kaiser (68) nahm an der Demonstration teil und erklärte im Interview mit rbb, er erwarte, "dass man die Freiberufler, die Solo-Selbstständigen nicht zwingt, in Hartz IV zu gehen, sondern dass sie genauso unterstützt werden wie andere berufliche Zweige." Trompeter und Komponist Till Brönner (49) betonte hingegen: Es gebe keine andere Berufsgruppe als die der Veranstalter, "die ungeplant von heute auf morgen ein Jahr Pause machen kann - und das wird uns ins Haus stehen."

Das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot hatte die Protestaktion in Berlin organisiert . Auch der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga sowie der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft riefen zur Teilnahme auf. Das Bündnis fordert gemeinsame Hilfsprogramme, "die sich gezielter an den Bedürfnissen der Unternehmen orientieren als die bisher von der Regierung aufgelegten Förderprogramme", heißt es in einem Statement.

spot on news