BVB gegen Bayern: Supercup mit den zweiten Anzügen

Die WM-Fahrer der Bayern um Manuel Neuer (ganz links) werden im Supercup nicht spielen.
© Bongarts/Getty Images, Bongarts

13. August 2014 - 15:07 Uhr

Borussia Dortmund gegen den FC Bayern, Vizemeister gegen Meister - namhafter könnte es heute Abend im Supercup nicht zugehen. Doch was für die Vereine gilt, wird sich leider nicht auf dem Platz niederschlagen. Weil beide Mannschaften ihren WM-Fahrern noch eine wohl verdiente Pause gönnen und zudem einige Verletzte zu beklagen haben, bekommen Spieler eine Chance, die im Bundesliga-Duell der beiden Rivalen wohl gar nicht im Kader stehen. Die sport.de-Redaktion wirft einen Blick auf die beiden Aufstellungen.

Borussia Dortmund

Tor: Mit Mitchell Langerak wird nur die Nummer 2 der Borussen im Kasten der Gastgeber stehen. Der 25-jährige Australier lief bisher zehn Mal für den BVB auf. Roman Weidenfeller, der beim 0:4 gegen den FC Liverpool noch gespielt hatte, bekommt von BVB-Trainer Jürgen Klopp eine Pause.

Abwehr: Auch in der Abwehr bleibt ein Leistungsträger draußen. Mats Hummels, der sich ebenfalls Weltmeister nennen darf, wird in der Innenverteidigung von Matthias Ginter ersetzt, der nach seinem Wechsel vom SC Freiburg sein Pflichtspiel-Debüt im schwarz-gelben Trikot gibt. Daneben verteidigt der Grieche Sokratis, auf den Außenbahnen können sich Kevin Großkreutz und Marcel Schmelzer schon für die Bundesliga warm spielen.

Mittelfeld: Weil Marco Reus, Ilkay Gündogan und Nuri Sahin noch länger verletzt sind, darf im Dortmunder Mittelfeld die zweite Garde ran - wenn man sie denn so bezeichnen möchte. Als Sechser werden wohl Oliver Kirch und Sven Bender auflaufen, Milos Jojic und Henrikh Mkhitaryan sind für die offensiven Impulse zuständig.

Sturm: Vorne kann Klopp dagegen aus dem Vollen schöpfen. Dabei hat der Trainer die Qual der Wahl zwischen den beiden Neuzugängen Ciro Immobile und Adrian Ramos, wobei einiges auf einen Einsatz des letztgenannten hindeutet. Als Stoßstürmer wird aller Voraussicht nach Pierre-Emerick Aubameyang ins Rennen um den ersten Titel der Saison geschickt.

Lewandowski kehrt nach Dortmund zurück

FC Bayern

Tor: Genau wie die Dortmunder setzen auch die Bayern nur ihren zweiten bzw. dritten Keeper ein. Weil Stammtorwart Manuel Neuer und auch Neuzugang Pepe Reina erst seit Kurzem im Training sind, hütet Tom Starke das Tor der Gäste.

Abwehr: Philipp Lahm, Jerome Boateng, Dante - alle drei waren bei der WM in Brasilien im Einsatz und werden deshalb nicht spielen. Das gleiche gilt für Rafinha, der obendrein auch noch verletzt ist. Coach Pep Guardiola stellt seiner Vierer-Kette aus der Vorsaison deshalb auf ein System mit drei Verteidigern um, die mit Javi Martinez, Holger Badstuber und David Alaba aber immer noch namhaft besetzt ist.

Mittelfeld: Eine Reihe davor sieht das anders aus. Anstelle von Bastian Schweinsteiger, Mario Götze, Arjen Robben (alles WM-Fahrer) oder Franck Ribery (an der Patellasehne verletzt) spielen Youngster oder Neuzugänge. Gianluca Gaudino wurde von den Amateuren hochgezogen, Pierre-Emil Höjbjerg ist trotz seiner Einsätze in der vergangenen Spielzeit noch ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt, dazu feiern Juan Bernat und Sebastian Rode ihr Debüt in einem Pflichtspiel für die Münchner. Während sich das Quartett um die Defensive bzw. den Spielaufbau kümmern wird, sollen Xherdan Shaqiri und Claudio Pizarro den offensiven Part übernehmen.

Sturm: Im Angriff darf ebenfalls ein Neuzugang ran - und der ist den Dortmundern noch bestens bekannt: Robert Lewandowski. Der Pole, der ablösefrei vom Westen in den Süden der Republik wechselte, hatte vier Jahre das schwarz-gelbe Gewand getragen und soll die Bayern heute zur ersten Trophäe der neuen Saison schießen.

Einige No-Names, aber auch viel Klasse - welche Mannschaft ist im Spiel um den Supercup besser besetzt? Geben Sie in unserem 50/50-Voting (oben links) Ihre Stimme ab!