Nach umstrittenem Interview

BVB-Boss Watzke kriecht zu Kreuze - ein wenig

Dortmund Germany 09 12 2017 1 Bundesliga 15 Spieltag BV Borussia Dortmund SV Werder Bremen C
© imago/DeFodi, Alex Gottschalk/DeFodi.de, imago sportfotodienst

29. März 2020 - 13:57 Uhr

Solidarität in der Liga

Das Interview schlug hohe Wellen: Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke ist nach seinen umstrittenen Äußerungen in der "Sportschau" zur Solidarität in der Bundesliga zurückgerudert. Mit Abstrichen.

Eine Frage des Tons

"Ich habe mir diese Sendung noch einmal genau angesehen und muss sagen, dass jeder Satz, den ich gesagt habe, inhaltlich korrekt war. Ich hätte es allerdings freundlicher und empathischer ausdrücken können. Mea culpa!", sagte der BVB-Geschäftsführer der "BamS".

Watzke hatte bei einem gemeinsamen Auftritt mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet zu den Folgen der Coronavirus-Pandemie für den Fußball mögliche Hilfe für wirtschaftlich schwächere Clubs zunächst abgelehnt. Es "können nicht die Clubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den vergangenen Jahren, dann im Prinzip die Clubs, die das wiederum nicht gemacht haben, dafür auch noch belohnen".

Vereine sind Wettbewerber

Inhaltlich steht Watzke allerdings nach wie vor zu seinen Aussagen. Entscheidend sei für ihn "letztlich nicht, wie freundlich man etwas sagt, sondern ob es inhaltlich richtig ist. Wir können nicht unter den Tisch fallen lassen, dass die Bundesliga-Vereine auch Wettbewerber sind und bleiben. Und trotzdem sind wir natürlich solidarisch, wenn jemand unverschuldet in eine Schieflage geraten ist. Das schließt sich nicht aus."

RTL.de/dpa