Buttersäure-Alarm im Wittener Rathaus: Mann tatverdächtig

13. Dezember 2019 - 14:30 Uhr

Im Fall mehrerer Attacken mit übelriechender Buttersäure in Witten und Bochum hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Es handele sich um einen 52-Jährigen aus Witten, teilte die Polizei Bochum mit. Er sei wegen kleinerer Delikte polizeibekannt. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung seien zwei mit Buttersäure gefüllte Flaschen entdeckt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass er für insgesamt sechs Attacken im Oktober und Dezember verantwortlich ist. Der Mann streite die Vorwürfe ab und äußere sich nicht, sagte ein Polizeisprecher. Über die möglichen Motive des Mannes wurde zunächst nichts bekannt. Er blieb auf freiem Fuß.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge soll der 52-Jährige die faulig riechende Substanz Mitte Oktober im Flur eines Geschäftshauses in der Bochumer Innenstadt verschüttet haben. Zwei Tage später traf es das Wittener Rathaus, das daraufhin geräumt wurde. Ebenfalls noch im Oktober war wieder das Geschäftshaus in Bochum dran. Anfang Dezember wurde dort ein drittes Mal Säure verschüttet, vergangenen Montag dann erneut im Wittener Rathaus und erstmals im Wittener Amtsgericht. Beide Gebäude wurden geräumt und blieben für den Rest des Tages geschlossen. Zwei Mitarbeiterinnen des Gerichts wurden wegen starker Übelkeit ärztlich behandelt. Gegen den 52-Jährigen werde wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung ermittelt.

Quelle: DPA