Keine Beleidigungen gegen Bushidos Kinder

Bushido siegt vor Gericht: Rapper Fler muss Song löschen oder ändern

Rapper-Streit zwischen Bushido und Fler vor Gericht
Rapper-Streit zwischen Bushido und Fler vor Gericht
© dpa, Pedersen, sab

11. Dezember 2019 - 22:31 Uhr

Streit zwischen ehemaligen Freunden

Im Gerichtsstreit zwischen Bushido (41) und Fler (37) zog Patrick Losenský, wie Fler mit bürgerlichem Namen heißt, jetzt den Kürzeren: Er muss nun seine Lieder löschen, in denen er Bushido, seine Frau und deren gemeinsame Kinder beleidigte. Der Gerichtstermin fand ohne die Musiker statt.

Song "Noname" beleidigt Bushidos Kinder

Nach einer Entscheidung des Münchner Landgerichts vom Mittwochvormittag muss Fler seinen Song "Noname" entweder ändern oder aus dem Netz (Spotify und Co.) entfernen. Nach dem Gerichtsurteil betreffen dies drei kurze Textzeilen des Liedes. Dort beleidigt Fler Bushidos Kinder (Aaliyah, 7, Djibrail, 6, Laila, 6, Issa, 4) mit den Zeilen: "Werder Bremen, ganzer Kader. Jeder potenzieller Vater." Ehefrau Anna-Maria Ferchichi war einst mit Fußballern des SV Werder liiert (Meust Özil, Pekka Lagerblom). Fler behauptet damit indirekt, dass Bushido nicht der leibliche Vater der gemeinsamen Kinder sei.

11.12.2019, Bayern, München: Eva Frauenschuh (r), Rechtsanwältin der Kanzlei Bezzenberger auf der Klägerseite, und Christian-Oliver Moser (vorne l), Rechtsanwalt der Kanzlei IrleMoser der Beklagtenseite, stehen im Verhandlungssal im Justizpalast vor
Prozess im Rapperstreit zwischen Bushido und Fler fand ohne die Musiker statt.
© dpa, Lino Mirgeler, lim lop

Kinder beleidigen ist keine Kunstfreiheit

Aus Sicht des Landesgerichts seien die Kinder eben nicht in der Lage, sich selbst zu schützen und hätten mit dem Streit nichts zu tun. Dies gehe laut der Richterin zumindest klar über die Grenzen der Kunstfreiheit hinaus. 

Löscht Fler seinen Song nicht, drohen ihm nun 250.000 Euro Ordnungsgeld oder sechs Monate Freiheitsstrafe.

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Beleidigungen gegen Anna-Maria Ferchichi nicht betroffen

Anna-Maria Ferchichi, Schwester von Sängerin Sarah Connor, wollte ursprünglich noch mehr Verbote erwirken, da Fler auch sie in dem Lied beleidigt. So fallen Worte wie "Bitch" und "Sucker-Ho". Da sie sich jedoch ebenfalls falsch verhalten habe, entschied das Gericht, diese Passage nicht zu ahnden. Sie postete u.a. Karotten-Emojis und spielte damit auf ein Gerücht an, dass Fler in seiner Kindheit mit einer Karotte missbraucht worden sei.

Wie Fler nun reagieren wird, ist derweil noch unklar.