Der Kampf gegen die Flammen

RTL-Reporter berichtet aus Sydney: Feuer in Australien wüten weiter

26. Dezember 2019 - 10:17 Uhr

Video: RTL-Reporter Dominique Fleckinger berichtet aus Sydney

In Australiens größter Stadt Sydney sind die verheerenden Buschbrände nicht nur Gesprächsthema – sie sind auch direkt spürbar. Der Himmel ist trüb, die Luft riecht nach Rauch. Die zahlreichen Weihnachtstouristen aus aller Welt sind aufgefordert worden, Sydney nicht zu verlassen. Denn zu sehr haben gleich mehrere Feuer die Metropole in die Zange genommen. Die Bewohner und Touristen berichten, dass die noch immer heftig wütenden Feuer die Weihnachtsstimmung trüben. Im Video spricht RTL-Reporter Dominique Fleckinger mit den Menschen vor Ort.

Großteil der Feuerwehrleute freiwillig im Einsatz

Dutzende Einsatzkräfte aus Kanada, USA und Neuseeland waren in den vergangenen Tagen nach Australien gekommen, um ihren erschöpften Kollegen dort zu helfen, teilte die australische Feuerwehr mit. Ein Großteil der Feuerwehrleute in Australien sind freiwillig im Einsatz.

Die Bewohner selbst unterstützen immer öfter die Feuerwehrleute, die mittlerweile teils völlig erschöpft sind. Die Gruppe "I want to help!" sammelt zum Beispiel Essen und Getränke und liefert sie zu den Wehrmännern. 

Nach den Weihnachtstagen steigen die Temperaturen auf über 40 Grad

Milde Temperaturen über Weihnachten bescheren der Feuerwehr in Australien eine dringend benötigte Abkühlung im Kampf gegen die seit Wochen wütenden Buschbrände. An Heiligabend waren dennoch rund 2.000 Feuerwehrleute im Einsatz, wie die Zeitung "Sydney Morning Herald" berichtete. Sie nutzten das kühlere Wetter, um Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Feuer zu treffen. Denn die Brandgefahr droht sich bald wieder zu verschärfen: Meteorologen erwarten, dass die Temperaturen nach den Weihnachtstagen wieder auf über 40 Grad steigen werden. Wind werde die Löscharbeiten erschweren.

Stärkere Regenfälle werden erst im Februar erwartet

Allein um die Millionenmetropole Sydney herum ist seit Beginn der Brände eine Waldfläche von mehr als drei Millionen Hektar in Flammen aufgegangen, teilte die Feuerbehörde mit. Das entspricht einem Gebiet etwa von der Größe Belgiens. Landesweit verbrannten demnach gar fast fünf Millionen Hektar Land. Besonders betroffen ist New South Wales, der bevölkerungsreichste Bundesstaat, in dem auch Sydney liegt. Meteorologen erwarten erst im Februar stärkere Regenfälle.