„Operation Felskänguru“

Australien-Buschfeuer: Regierung lässt für die Tiere Karotten "regnen"

13. Januar 2020 - 15:08 Uhr

Karotten und Süßkartoffeln für die Felskängurus

Über eine Milliarde Tiere sollen bei den verheerenden Buschfeuer in Australien bereits ums Leben gekommen sein. Und die, die überlebt haben, kämpfen um ihr Leben. Da über zehn Millionen Hektar Land vernichtet wurden, fehlt ihnen nicht nur ein Zuhause, sondern auch das notwendige Futter. Um nicht noch mehr Tiere zu verlieren, hat die Regierung in New South Wales daher Karotten und Süßkartoffeln "regnen" lassen. Wie die ungewöhnliche Rettungsaktion aussieht, zeigen wir im Video.

Umweltminister: „Tausende Kilo herabgeworfen“

Wie der Umweltminister des Bundestaats Matt Kean via Twitter mitteilte, habe man das Gemüse kiloweise mit einem Hubschrauber in die Regionen gebracht. Besonders die bedrohten Felskängurus (Wallabys) würde das Gemüse lieben. Die Aktion tauft er daher auf den Namen "Operation Felskänguru".

Bedrohte Tiere haben ohne Unterstützung kaum eine Überlebenschance

Ein Helikopter in New South Wales, Australien, wird mit Karotten und Süßkartoffeln beladen
Über 2.000kg Karotten und Süßkartoffeln wurden über New South Wales aus dem Helikopter geworfen.
© via REUTERS, NSW DPIE, PKP

Zahlreiche Aufnahmen zeigen, dass die Tiere klar auf die Unterstützung angewiesen sind. Mehr als 2.200 Kilogramm wurden herabgeworfen - kaum eine Ladung blieb unberührt. Im "Daily Mail"-Interview sagte Kean dazu: "Die Tiere standen aufgrund der Trockenheit bereits unter Stress, ohne Unterstützung wäre der Kampf ums Leben ziemlich herausfordernd".

Auch RTL unterstützte Australien bereits mit einer Geldspende und initiierte eine eigene Spendenaktion. Wie auch Sie den Opfern der Buschbrände helfen können, erfahren Sie hier.