Bus kracht in Lastwagen: 43 Tote bei schwerem Busunfall in Frankreich

31. Mai 2016 - 11:02 Uhr

Bus kracht in Lastwagen

Bei der Buskatastrophe in Frankreich ist ein weiteres Opfer entdeckt worden. In dem beteiligten Lastwagen wurde die Leiche eines Kindes auf dem Beifahrersitz gefunden, wie die Präfektur des Départements Gironde mitteilte. Bei einem der schwersten Busunglücke in Europa sind damit 43 Menschen ums Leben gekommen. Der Reisebus mit einer Seniorengruppe an Bord kollidierte auf einer Landstraße rund 40 Kilometer östlich von Bordeaux mit dem Lastwagen, beide Fahrzeuge gingen in Flammen auf.

Nur acht Insassen des Busses, darunter der Fahrer, konnten sich in Sicherheit bringen - vier von ihnen seien aber sehr sehr schwer verletzt, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, dem Sender BFMTV. Präsident François Hollande sprach von einer "furchtbaren Tragödie. Wir sind tief traurig", sagte er am Rande seines Staatsbesuchs in Griechenland.

Der Bus war nach ersten Informationen am frühen Morgen nur wenige Kilometer nördlich vom Unfallort losgefahren. Er beförderte Senioren auf dem Weg zu einem Ausflug in die Region Béarn am Fuß der Pyrenäen, wie die Regionalzeitung 'Sud-Ouest' unter Berufung auf die Bürgermeisterin des Heimatortes berichtete.

"Offensichtlich ist es der Lastwagen, der die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und sich quergestellt hat", sagte der Bürgermeister des Unglücksorts Puisseguin, Xavier Sublett dem französischen Radiosender RTL. Der Busfahrer habe versucht, auszuweichen, dies aber nicht geschafft. "Er konnte nur noch den Türmechanismus betätigen, um es einigen zu ermöglichen, den Bus zu verlassen."

Auf einem ersten von BFMTV verbreiteten Foto vom Unglücksort war ein völlig ausgebranntes Buswrack zu sehen. Premierminister Manuel Valls und Innenminister Bernard Cazeneuve wollten noch am Freitag an den Unfallort reisen. Nach Medienberichten ist es der schwerste Busunfall in Frankreich seit 1982. Damals starben bei Beaune 53 Menschen, darunter 44 Kinder.