9. Oktober 2017 - 14:28 Uhr

Kein Witz: Burka-Verbot trifft Maskottchen und Radfahrer in Österreich

Seit dem 1. Oktober gilt das Burka-Verbot in Österreich. Dass dieses Gesetz auch für Maskottchen gilt, wurde am Wochenende in der Wiener Innenstadt deutlich. Ein Mann im Haikostüm wurde angezeigt.

Maskottchen-Eklat: Betrifft das jetzt auch die Polizei selbst?

In der Wiener Innenstadt ist der Polizei am Wochenende ein vermeintlich dicker Fisch ins Netz gegangen. Bei einer Store-Eröffnung stand ein Mann im Haikostüm plötzlich im Fokus der Polizeibeamten. Ein Unbekannter hatte Anzeige erstattet.

Das neue Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz erlaubt neben Burkas und Niqabs nämlich auch keine anderen Maskierungen. Angesichts dieser Tatsache musste der Mann seinen Hai-Kopf abnehmen. Und das obwohl er als Maskottchen einer neuen McShark-Filiale (Elektrohändler) bloß Werbung machen sollte. Polizeipressesprecher Harald Sörös sagte RTL allerdings, dass die Anzeige höchstwahrscheinlich wieder fallen gelassen würde.

Die Polizei schnappte außerdem bei einer Fahrradfahrerin zu:

Sie kassierte eine Abmahnung, weil sie ihren Mund mit einem Schal vor dem kalten Fahrtwind schützen wollte. Sich derart vor der Kälte zu schützen, sei "wohl erst bei Frost und Minusgraden" erlaubt, sagte ein anderer Polizeisprecher dem 'Standard'.

In puncto Gesichtsverhüllung müsste eigentlich auch bei der Polizei der Bär los sein: Doch Polizei-Maskottchen 'Tommy' wird nicht aus dem Verkehr gezogen. Laut Polizeisprecher David Furtner fällt der Teddy unter den Ausnahmefall ´künstlerische Darstellung´. Auch rote Clownsnasen sind bei Brauchtumsveranstaltungen wie Faschingsfesten erlaubt.

Demonstranten, die als Clowns verkleidet gegen das Verbot protestierten, wurden dagegen angezeigt.

Es scheint noch nicht geklärt, wer denn nun alles bestraft gehört.

Fakt ist: Seit es das Verhüllungsverbot in Österreich gibt, ist in vielen Städten offensichtlich Schluss mit lustig!