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"Buntes Trier, nicht mit mir! 444!" NPD-Aufruf zu Fackelmarsch wird zur Lachnummer im Netz

Video-Aufruf der NPD Trier wird zum Eigentor

Mit einem auf Facebook hochgeladenen Video lassen sich schnell viele Menschen erreichen. Das wusste auch der Trierer Ortsverband der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD). In einem knapp dreiminütigen Video riefen vier Anhänger der Partei zu einem "Fackelzug gegen den Asylbetrug" auf. Doch das peinliche Video machte die Trierer NPD zum Gespött im Netz.

Vier Männer stehen bei Tageslicht mit Fackeln in der Hand vor einer Kamera und skandieren "Buntes Trier, nicht mit mir! Vier, Vier, Vier!" Was klingt wie ein Satire-Beitrag zu Fremdenhassern war der ernst gemeinte Versuch der NPD in Trier, Teilnehmer für einen Protestmarsch gegen Asylbewerber zu gewinnen. Doch das mittlerweile gelöschte Video erreichte das Gegenteil seines eigentlichen Ziels: Statt Zustimmung und Unterstützern erntete das Video Spott und Häme von allen Seiten.

Alle machen sich über den "Aufmarsch" lustig

Viele Twitter-Nutzer machen sich über Fackeln am helllichten Tag und den gereimten Slogan der Protagonisten lustig. Ein SPD-Lokalpolitiker postete auf seiner Facebook-Seite einen Brief, den er an die NPD Trier schickte. Den "Laiendarstellern" wolle er mit den vier beigelegten Kondomen "schnell und sozialverträglich im Sinne unseres Landes helfen".

Auch außerhalb der sozialen Netzwerke war der Video-Aufruf für die NPD nicht von Erfolg gekrönt: Den etwa 25 Teilnehmern des "Fackelzugs gegen Asylbetrug" standen nach Polizeiangaben 700 Gegendemonstranten bei einer Kundgebung unter dem Motto "Trier stellt sich quer" gegenüber.

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