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Bundesweite Razzia gegen mutmaßliche Linksextremisten

Bundesweite Razzia gegen mutmaßliche Linksextremisten

Razzia gegen mutmaßliche Linksextreme
300 Polizisten durchsuchten heute Wohnungen von neun Verdächtigen mutmaßlichen Linksextremisten.
dpa, Matthias Strauß

Pistolenpatronen an den Bundesinnenminister

300 Polizisten waren in drei Städten im Einsatz: Die Bundesanwaltschaft ist gegen neun Verdächtige vorgegangen, die eine linksextremistische Vereinigung aufgebaut haben sollen. Unter dem Namen ‘Revolutionäre Aktionszellen‘ (RAZ) haben sie laut den Ermittlungen seit 2009 mehrere Sprengstoffanschläge in Berlin verübt. Am Morgen durchsuchte das Bundeskriminalamt insgesamt 21 Wohnungen und andere Räume der Beschuldigten in Berlin, Magdeburg und Stuttgart, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Die RAZ ist nach Angaben der Ermittler aus der Vereinigung ‘militante gruppe‘ hervorgegangen. Auf ihr Konto sollen Brand- und Sprengstoffanschläge unter anderem auf das Amtsgericht und ein Job-Center der Agentur für Arbeit in Berlin-Wedding gehen sowie auf das Haus der Wirtschaft und das Bundeshaus in Berlin-Charlottenburg. Zudem habe sich die RAZ dazu bekannt, im März 2011 Pistolenpatronen unter anderem an den Bundesinnenminister geschickt zu haben - mit einer Ankündigung, die Geschosse künftig ‘per Express‘ zuzustellen. Bei den Anschlägen waren keine Menschen verletzt worden.