Bundeswehr zieht sich wegen Koran-Protesten zurück

12. Februar 2016 - 3:08 Uhr

Wegen der gewaltsamen Proteste in Afghanistan hat sich die Bundeswehr vorzeitig komplett aus ihrem Stützpunkt Talokan zurückgezogen. Allerdings sollte das Lager im März ohnehin geräumt werden. Nach der Koranverbrennung durch US-Soldaten in Afghanistan sind bei gewaltsamen Protesten bereits mehrere Menschen ums Leben gekommen.

Angesichts eines Auflaufs von rund 300 Demonstranten unmittelbar vor dem Stützpunkt Talokan habe der Kommandeur der Nordregion die mit der Räumung beschäftigten Kräfte ins rund 70 Kilometer entfernte größere Feldlager Kundus abrücken lassen, teilte die Bundeswehr mit. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos berichtete, die rund 50 Soldaten hätten sämtliche Fahrzeuge mitgenommen.