Bundeswehr verbannte knapp 200 Rechtsextreme

In den ersten drei Quartalen dieses Jahres habe der Militärische Abschirmdienst 151 rechtsextreme Verdachtsfälle bearbeitet.
In den ersten drei Quartalen dieses Jahres habe der Militärische Abschirmdienst 151 rechtsextreme Verdachtsfälle bearbeitet.
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16. Oktober 2018 - 12:57 Uhr

199 bestätigte Fälle seit 2008

In den vergangenen zehn Jahren hat die Deutsche Bundeswehr fast 200 Rechtsextremisten entlarvt – fast alle wurden aus der Truppe verbannt.

Fünf Entlassungen stehen noch aus

Bei 170 der 199 Fälle handelt es um Personen mit bestätigtem Rechtsextremismus Verdacht. Sie stammten noch aus der Zeit der Wehrpflicht. Doch nicht alle Rechtsextreme sind bis heute entlassen worden. Bei fünf Angehörigen der Truppe steht die Entlassung noch aus, da noch gerichtliche oder truppendienstliche Verfahren gegen sie laufen. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf Zahlen des Verteidigungsministeriums.

Über 16.000 Sicherheitsprüfungen erfolgt

Als Konsequenz aus rechtsextremistischen Vorfällen hatte das Verteidigungsministerium im vergangen Jahr den Militärischen Abschirmdienst (MAD) eingeschaltet. Die Bundesbehörde durchleuchtet seitdem jeden Bewerber. Inzwischen seien über 16.000 Sicherheitsüberprüfungen gelaufen.

Nach Angaben eines Sprechers habe es mehrere Fälle gegeben, in denen der Eintritt in die Bundeswehr - und somit auch die Waffenausbildung - verwehrt wurde. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres habe der MAD 151 rechtsextremistische Verdachtsfälle bearbeitet. Dabei bestätigte sich der Verdacht lediglich in zwei Fällen.