Neuer Bundeswehr-Skandal in Todendorf weitet sich aus: Soldat soll Vergewaltigungen gefilmt haben

Neuer Skandal bei der Bundeswehr: Bei einer Feier wurden zwei Soldatinnen vergewaltigt (Symbolbild)
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15. November 2017 - 16:17 Uhr

Zwei Soldatinnen wurden auf dem Truppenübungsplatz Todendorf in Schleswig-Holstein vergewaltigt

Im neuesten Skandal bei der Bundeswehr kommen weitere Details ans Licht. Laut 'Spiegel'-Informationen habe ein Soldat die Vergewaltigungen zweier Soldatinnen gefilmt. Derweil wurde der mutmaßliche Täter, ein 29 Jahre alter Oberfeldwebel, vom Dienst suspendiert. Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt gegen ihn.

Filmte Soldat die Vergewaltigung der Kameradinnen?

Nach einer Party auf dem Truppenübungsplatz Todendorf in der Gemeinde Panker an der Ostsee, sollen zwei Soldatinnen von einem 29-jährigen Oberfeldwebel in ihrem Zimmer vergewaltigt worden sein. Die Soldaten hatten den Abschluss eines Lehrgangs gefeiert. Jetzt kam außerdem ans Licht, dass ein Soldat die Vergewaltigung der beiden Kameradinnen gefilmt und nicht eingegriffen habe. Das berichtet das Magazin 'Der Spiegel'. Die Videoaufnahme soll er demnach gelöscht haben, wiederherstellen konnten die Ermittler sie bisher nicht.

Der mutmaßliche Vergewaltiger befindet sich unterdessen auf freiem Fuß. "Der Beschuldigte ist auf Anordnung der Staatsanwaltschaft aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden, da ein dringender Tatverdacht zurzeit nicht besteht", erklärte ein Sprecher der Kieler Staatsanwaltschaft. Während die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Täter andauern, sind die beiden Opfer im Alter von 18 und 22 Jahren in ihre Heimatstadt Rostock zurückgekehrt.