Bundeswehr bleibt weiteres Jahr im Südsudan

28. November 2013 - 19:27 Uhr

Die Bundeswehr bleibt ein weiteres Jahr im Südsudan. Der Bundestag beschloss mit großer Mehrheit die Verlängerung des Einsatzes von bis zu 50 Soldaten zur Friedenssicherung und zum Aufbau des erst vor zweieinhalb Jahren gegründeten afrikanischen Staates. 541 Abgeordnete stimmten dafür, 60 dagegen, 2 enthielten sich. Neben Union und SPD hatten vor der Abstimmung auch die Grünen ihr Ja angekündigt. Die Linke hat noch nie einem Auslandseinsätze der Bundeswehr zugestimmt.

Derzeit sind 16 Bundeswehrsoldaten in den Stäben der UN-Mission vertreten. Insgesamt sind 60 Länder an dem Einsatz beteiligt. Der Südsudan hatte sich im Juli 2011 nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg vom Sudan abgespalten. Der amtierende Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) sagte im Bundestag, trotz aller anhaltender Defizite und Mängel seien in dem jungen Land "erste kleinere Erfolge" zu verzeichnen. So habe sich die Menschenrechtssituation leicht verbessert. Trotz guter Ansätze stehe das Land aber vor vielfältigen Herausforderungen. "Die militärische Präsenz der UN-Mission im Südsudan bleibt deshalb weiterhin unverzichtbar".