2018 M10 12 - 18:25 Uhr

Cooler Konter von Jogi

Bundestrainer Joachim Löw hat auf die Kritik von seinem Ex-Kapitän Michael Ballack ganz lässig reagiert. "Er kann gerne was sagen, das ist völlig egal. Jeder kann gerne seine Meinung sagen", antwortete der Bundestrainer auf die Ballack-Verbalattacke. Löw ließ sich nicht aus der Reserve locken.

"Ich habe es nicht gelesen"

Ballack hatte sich zuvor zum WM-Aus und der Rolle von Löw dabei kritisch geäußert. Der 42-Jährige hatte betont, er sei "wie viele andere überrascht", dass Löw nach dem WM-Desaster seinen Job behalten habe und seinem früheren Cheftrainer indirekt einen Rücktritt nahegelegt.

Für Löw waren die Giftpfeile seines ehemaligen Schützlings kein Grund, aus der Haut zu fahren. Der DFB-Coach hat die Aussagen noch nicht mal genauer angeschaut. "Ich habe das gesehen, die Überschrift, aber nicht gelesen, weil es mich diese Woche nicht interessiert, da habe ich andere Gedanken", sagte Löw, "und nächste Woche erst recht nicht".

Löw setzt auf formschwachen Bayern-Block

Löw präsentierte sich in Amsterdam außergewöhnlich ruhig. "Ich bin jetzt seit 2006 Nationaltrainer", sagte der 58-Jährige, "ich spüre nicht mehr Druck als bei der Heim-WM 2006, der WM 2010 oder 2014. Warum sollte ich?"

In dem Nations-League-Spiel gegen den Erzrivalen Holland vertraut der Bundestrainer dem Bayern-Block, auch wenn die Münchner derzeit in einer Formkrise stecken. "Ich habe im Training nichts davon gemerkt, dass sie down waren", sagte Löw und sprach den Bayern-Spielern um Manuel Neuer, Mats Hummels, Jerome Boateng, Thomas Müller und Joshua Kimmich sein Vertrauen aus. Auch Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach) erhielt als Rechtsverteidiger eine Startelf-Garantie.