Bundesregierung hofft auf Abzugsbeginn 2011/12

Die Bundesregierung hofft auf einen Abzug der ersten deutschen Soldaten aus Afghanistan bis zum Jahreswechsel 2011/12. Dies geht aus dem ersten sogenannten Fortschrittsbericht zur Entwicklung in Afghanistan hervor, der in Berlin vom Auswärtigen Amt veröffentlicht wurde.

Bis Ende 2014 soll die Verantwortung für die Sicherheit in Afghanistan dann komplett an die afghanischen Sicherheitskräfte übertragen werden. Derzeit sind am Hindukusch noch etwa 5.000 deutsche Soldaten im Einsatz.

Der mehr als 100 Seiten umfassende Bericht wurde am Montag den Abgeordneten des Bundestags überstellt. Diese werden vermutlich im Januar über eine Verlängerung des laufenden Afghanistan-Mandats entscheiden. Auf einen konkreten Termin für den Beginn des Abzugs legt sich die Regierung weiterhin nicht fest. Wörtlich heißt es: "Im Zuge der Übergabe der Sicherheitsverantwortung beabsichtigt die Bundesregierung, einzelne nicht mehr benötigte Fähigkeiten - soweit die Lage dies erlaubt - ab Ende 2011/2012 zu reduzieren."