11. Dezember 2018 - 10:21 Uhr

14 Bundesministerien, 20.000 Mitarbeiter

Der Bundestag platzt aus allen Nähten. Im Parlament sitzen so viele Abgeordnete wie nie. Rund 20.000 Menschen arbeiten insgesamt für die Regierung. Trotzdem braucht sie regelmäßig Hilfe von externen Beratern. Seit 2014 hat das die deutschen Steuerzahler 716 Millionen Euro gekostet.

Linken-Politiker Matthias Höhn klagt: Unabhängigkeit adieu!

3.804 Verträge wurden seitdem geschlossen - mit Beratern, die extern, also indirekt der Bundesregierung unterstellt sind. Das ergibt mehr als 700 Beschäftigungen in fünf Jahren. Diese Zahlen hat die Bundesregierung auf Anfrage der Linken veröffentlicht.

"CDU/CSU und SPD haben ein 16. Ministerium eingerichtet - das der Berater, das inzwischen in alle Ressorts hineinregiert", sagte der Linken-Politiker Matthias Höhn. Er fordert, externe Berater ganz zu streichen.

Letzte Sitzungswoche im Bundestag

Das Verteidigungsministerium steht als eins der 14 Bundesministerien seit längerem in der Kritik, Steuergelder für externen Sachverstand zu verschwenden. Der Bundesrechnungshof hatte bemängelt, dass die Behörde unter Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen 2015 und 2016 alleine mehr als 200 Millionen Euro für Beraterhonorare ausgegeben hat.

Mehrere Oppositionsparteien fordern eine lückenlose Aufklärung. Die AfD und die Grünen wollen, dass ein Untersuchungsausschuss sich darum kümmert. "Es ist erschreckend, wie sehr die Leitung des Verteidigungsministeriums jeden Ansatz einer gesunden Fehlerkultur abwürgen will", sagte Grünen-Abgeordnete Omid Nouripour.