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Bundesliga: Zweifelhaftes Werder-Tor stürzt HSV ins Tal der Tränen

Bundesliga: Zweifelhaftes Werder-Tor stürzt HSV ins Tal der Tränen

Werder gewinnt dank eines fragwürdigen Eigentores gegen den HSV
Diese Szene wurde dem HSV zum Verhängnis: Rick van Drongelen (li.) drückt die Kugel unter Mithilfe von Ishak Belfodil über die Linie.
crj hpl, dpa, Carmen Jaspersen

Eigentor entscheidet 108. Nordderby

Werder Bremen hat seinen ewigen Rivalen Hamburger SV durch ein Eigentor von Rick van Drongelen in der 86. Minute im 108. Nordderby an den Abgrund zur 2. Liga geschossen. Durch den 1:0 (0:0)-Erfolg hat das Team von Florian Kohfeldt am 24. Bundesliga-Spieltag bereits neun Punkte Vorsprung auf den taumelnden Bundesliga-Dino. Der HSV ist insgesamt elf Spiele ohne Sieg und fällt auch unter Coach Bernd Hollerbach immer hoffnungsloser zurück.

"Das tut sehr, sehr weh"

"In meinen Augen war das ein Abseitstor und hätte nicht zählen dürfen", nörgelte HSV-Profi Andre Hahn am Sky-Mikrofon, "es ist bitter, dass wir aufgrund eines solchen Tores verlieren. Die Niederlage ist scheiße, tut total weh. Aber wir sind der HSV."

HSV-Vorstands-Chef Heribert Bruchhagen ergänzte: "Was sind das für Leute in Köln? Ich muss nur einmal draufschauen - das ist Abseits." Zu den Aussichten des HSV im Abstiegskampf meinte der Club-Chef: "Das war ein Rückschlag, das tut sehr, sehr weh. Aber wir haben eine Restchance. Wir dürfen nicht resignieren."

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Spiel stand kurz vor dem Abbruch

Jede Menge Ärger machten die Pyro-Zündeleien von einigen Chaoten im HSV-Block. Schiedsrichter Felix Zwayer musste die Partie in der 4. und 44. Spielminute jeweils kurz unterbrechen und drohte bei anhaltenden Vergehen sogar mit einem Spielabbruch. Nach dem 1:0 wurden weitere Feuerwerkskörper gezündet.

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Belfodil zumindest in stark abseitsverdächtiger Position

Auf dem Rasen passierte dafür lange Zeit rein gar nichts. Die Bremer agierten erstaunlich passiv, konnten sich gegen die dicht gestaffelte Hamburger Defensive kaum in Szene setzen. Ein Schuss von Maximilian Eggestein nach einer Viertelstunde - das war alles, was die Grün-Weißen zustande brachten.

Der HSV, der auf Albin Ekdal und Lewis Holtby verzichten musste, zeigte sich im Vergleich zu den Vorwochen dagegen verbessert und erarbeitete sich vor der Pause phasenweise sogar ein leichtes Übergewicht. Doch richtig zwingend wurde der wankende Bundesliga-Dino auch nicht. Die beste Gelegenheit vergaben André Hahn und Gideon Jung in der 24. Minute, als sie den Ball im Werder-Strafraum verstolperten.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Bremer deutlich schwungvoller aus der Kabine. Nun bauten die Gastgeber jenen Druck auf, den sich Kohfeldt von Anfang an erhofft hatte. Doch der Elan verpuffte schnell wieder. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld und rieben sich in unzähligen Zweikämpfen auf. Hochkarätige Chancen gab es dagegen kaum, ehe nach einer Hereingabe von Aron Johannsson van Drongelen und Ishak Belfodil (stark abseitsverdächtig) im Strafraum gemeinsam zum Ball gingen und der Hamburger den Ball zum glücklichen Werder-Sieg ins Tor lenkte. "Für mich war es ein klares Foul an Rick van Drongelen, er wird am Standbein getroffen. Das muss man in Köln sehen. Wir müssen jetzt erstmal eine Nacht drüber schlafen", haderte HSV-Coach Hollerbach.