Bundesliga | 9. Spieltag

Wolfsburg-Werder-Wahnsinn mit 8 Toren

Wolfsburg bejubelt das zwischenzeitliche 3:2 gegen Bremen durch Wout Weghorst
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27. November 2020 - 22:57 Uhr

Torreicher Auftakt zum Wochenende

Nach fünf 1:1 nacheinander war es für Werder Bremen offenbar an der Zeit zu zeigen, dass es auch mehr kann: drei Tore schossen die Grün-Weißen beim VfL Wolfsburg. Die allerdings trafen zweimal mehr – und bleiben weiter ungeschlagen.

VfL Wolfsburg - Werder Bremen 5:3 (3:2)

Tore. 0:1 Bittencourt (13.), 1:1 Baku (22.), 2:1 Brooks (25.), 2:2 Möhwald (35.), 3:2 Weghorst (37.), 3:3 Brooks (47./ET), 4:3 Weghorst (76.), 5:3 Bialek (90.+5)

Gelb-Rot: Möhwald (Bremen/80./taktisches Foul)

VfL dreht Partie binnen drei Minuten

Nach dem 1:1 am vergangenen Wochenende bei den Bayern reisten die Gäste selbstbewusst zu ihrem zweiten Auswärtsspiel in Folge. Maxence Lacroix vertändelte den Ball an Yuya Osaka, dessen flache Hereingabe Leonardo Bittencourt zur frühen Führung einstocherte. Der Startschuss für eine turbulente erste Halbzeit. Binnen drei Minuten drehten den weiter ungeschlagenen Wölfe die Partie. Zunächst hämmerte Neuzugang Ridle Baku die Kugel aus 18 Metern zum Ausgleich ins Eck, kurz darauf schraubte sich Brooks am höchsten und stirnte einen gechipten Ball von Josip Brekalo majestätisch in die Maschen.

Weghorst antwortet prompt

Währenddessen taktierte Werder-Coach Florian Kohfeldt schon früh, brachte für den defensiven Jean-Manuel Mbom den offensiveren Kevin Möhwald. Drei Minuten nach seiner Einwechslung verlängerte Möhwald eine Ecke von Ludwig Augustinsson per Kopf ins lange Eck.

Lange Gesichter gab es beim VfL aber nicht – im Gegenteil. Noch nicht einmal 90 Sekunden später grätschte Wout Weghorst das Spielgerät zum 3:2 ins Netz.

Brooks kann vorne wie hinten - Weghorst nur vorne

Wer dachte, das Spiel würde nach dem Pausentee abflauen, sah sich getäuscht. Kurz nach Wiederanpfiff ömmelte Brooks eine nicht sonderlich scharfe Hereingabe von Milot Rashica ins eigene Tor. 3:3. Die Autostadt brodelte. Zum Kochen brachte sie dann erneut Weghorst. Eine perfekte Flanke von Jerome Roussillon knallte der bullige Stürmer mit dem Schädel gegen die Laufrichtung von Werder-Keeper Jiri Pavlenka zum 4:3 ein – sein sechster Saisontreffer. Und auch damit war das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Joker Bartosz Bialek setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt unter eine furiose Partie.