Sport
Aktuelle Sportnachrichten, Ergebnisse und Spielberichte

Bundesliga: Werder siegt im Kellerduell - Kölner Wunder für die Tonne

BREMEN, GERMANY - MARCH 12: Milot Rashica of Bremen celebrates his team's second goal during the Bundesliga match between SV Werder Bremen and 1. FC Koeln at Weserstadion on March 12, 2018 in Bremen, Germany.  (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Imag
Matchwinner Milot Rashica war wegen einer Verletzung von Philipp Bargfrede erst kurzfristig in die Bremer Startelf gerutscht. © Bongarts/Getty Images, Bongarts, ag

Bremen befreit sich aus der Abstiegszone

Werder Bremen kämpft sich weiter aus dem Tabellenkeller. Nach dem 3:1 gegen Köln liegen die Grün-Weißen fünf Zähler vor dem Relegationsrang. Der FC bleibt Letzter und kann das Wunder vom Klassenerhalt wohl endgültig in die Tonne werfen.

Erster Sieg gegen Köln seit 2011

Mit dem dritten Heimsieg in Serie hat Werder Bremen einen ganz großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht, beim 1. FC Köln schwinden dagegen die Hoffnungen immer mehr. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt gewann am Montagabend das Kellerduell der Fußball-Bundesliga verdient mit 3:1 (1:0) und baute seinen Vorsprung auf den Relegationsplatz auf fünf Punkte aus. Die Rheinländer bleiben dagegen Tabellenletzter und liegen nach wie vor acht Zähler hinter dem Tabellen-16. FSV Mainz 05.

Milos Velkovic (33. Minute), Milot Rashica (58.) und Maximilian Eggestein (90.) erzielten vor 41.500 Zuschauern die Bremer Tore. Für den FC konnte der Japaner Yuya Osako zwischenzeitlich ausgleichen (53.). Werder gewann damit erstmals seit dem 5. November 2011 wieder ein Bundesliga-Spiel gegen die Rheinländer.

"Das Spiel hat mich ein Jahr gekostet", klagte Kohfeldt. "Wir sind zunächst nicht so in die Tiefe gekommen. Wir haben aber nie die Ruhe verloren und dann unsere Chancen bekommen. Wir müssen nur unsere Konter besser ausspielen, dann ist der Sack früher zu." Das Entscheidende sei aber, "dass wir die drei Punkte haben". Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck war dagegen maßlos enttäuscht: "Wir müssen das erst mal sacken lassen. Diese individuellen Fehler sind auf jeden Fall zuviel. Wir hatten Möglichkeiten, da muss man dann aber auch mal einen Punch setzen. Es ist schade, denn nach dem 1:1 fühlte es sich kurz an, als würde das Spiel kippen."

Pizarro vergibt Großchance zum Ausgleich

Die Bremer waren in einem wenig berauschenden Bundesliga-Spiel die aktivere Mannschaft mit der besseren Spielanlage und der größeren Torgefahr. Die Kölner fanden nach einer schwachen ersten Halbzeit erst nach der Pause ins Spiel. Insgesamt war es aber zu wenig, zumal es für die Kölner eine der letzten Chancen war, sich noch einmal im Abstiegskampf zurückzumelden. Doch der FC war in der Offensive viel zu harmlos und kam kaum zu nennenswerten Torchancen.

Einzig der einstige Werder-Fanliebling Claudio Pizarro, der mit 104 Treffern in 206 Spielen noch Werders Rekordtorjäger ist, ließ einige Male alte Klasse aufblitzen und ärgerte Werder mit der Torvorlage zum 1:1 und einer weiteren Großchance (76.). Entsprechend wurde er sogar von Bremens Fans gefeiert. "Für mich ist es immer geil, hier zu spielen", sagte Pizarro. 

Werder kontert den FC aus

BREMEN, GERMANY - MARCH 12: Claudio Pizarro of Koeln misses a chance to score against Theodor Gebre Selassie of Bremen during the Bundesliga match between SV Werder Bremen and 1. FC Koeln at Weserstadion on March 12, 2018 in Bremen, Germany.  (Photo
Ausgerechnet die Bremer Club-Legende Claudio Pizarro vergab die Riesenchance zum Ausgleich für den FC, als er frei vor dem Tor vorbeiköpfte. © Bongarts/Getty Images, Bongarts, ag

FC-Trainer Stefan Ruthenbeck war mit dem Auftritt seiner Elf alles andere als zufrieden und brachte zur zweiten Halbzeit zwei frische Spieler (Leonardo Bittencourt und Salih Özcan). Prompt waren die Rheinländer etwas präsenter, auch wenn die Distanzschüsse von Özcan (47.) und Jorge Mere (51.) keine Gefahr darstellten. Es war aber offenbar der Weckruf. Denn kurz darauf kam der FC zum Ausgleich. Nach Vorarbeit von Pizarro traf Osako zum Ausgleich (53.).

Die Kölner Freude währte aber nur fünf Minuten. Nach einer verpatzten Kopfball-Abwehr von Marco Höger spielte Kainz einen feinen Pass auf Rashica, der Horn eiskalt überwand. Als Köln alles nach vorne warf, setzte Werder durch Eggestein den entscheidenden Konter zum 3:1.

Mehr Sport-Themen