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Bundesliga: Werder Bremen landet ganz wichtigen Sieg - Erling Haaland köpft BVB in Düsseldorf zum Sieg

31. Bundesliga-Spieltag

Bremen landet ganz wichtigen Sieg - Haaland köpft BVB zum Sieg

 SC Paderborn 07 vs SV Werder Bremen, 13.06.2020 0:3 Tor, Jubel, v.l. Yuya Osako, Laurent Jans Paderborn, Torschuetze Davy Klaassen, Theodor Gebre Selassie Bremen Paderborn, 13.06.2020, Fussball Bundesliga, SC Paderborn 07 - SV Werder Bremen Foto: Gr
SC Paderborn 07 vs SV Werder Bremen, 13.06.2020 0:3 Tor, Jubel, v.l. Yuya Osako, Laurent Jans (Paderborn), Torschuetze
gumzmedia/nordphoto, Witters/gumzmedia/nordphoto, TimGroothuis

BVB feiert Last-Minute-Sieg - Bremen schießt Paderborn ab

Werder Bremen hat im Bundesliga-Abstiegskampf einen überlebenswichtigen Dreier eingefahren. Bei Schlusslicht SC Paderborn gewannen die Bremer 5:1 und zogen mit Relegationsplatz-Inhaber Fortuna Düsseldorf gleich. Die Fortunen verloren zuhause gegen Borussia Dortmund in letzter Minute noch mit 0:1. Durch den Sieg im Rheinland verhinderte der BVB einen vorzeitigen Titelgewinn des FC Bayern am Wochenende.

SC Paderborn - Werder Bremen 1:5 (0:3)

Tore: 0:1 Klaassen (20.), 0:2 Osako (34.), 0:3 Klaassen (39.), 0:4 Eggestein (60.), 1:4 Sabiri (67.), 1:5 Füllkrug (90.+2)

Bes. Vork.: Zingerle (Paderborn/19.) hält Handelfmeter von Rashica

Werder wusste, was beim Tabellen-Schlusslicht auf dem Spiel stand und machte entsprechend Dampf. Nachdem Rashica vom Punkt versagt hatte, nickte Klaassen nur Sekunden später zur Grün-Weißen-Führung ein. Die fußballerisch limitierten Paderborner schlugen durch Rumpf (26.) um ein Haar zurück, ehe Werder wieder anzog. Osako staubte nach einem Abpraller von SCP-Keeper Zingerle ab, der starke Klaassen legte kurz vor der Pause volley nach.

In Hälfte 2 öffnete der Himmel über Ostwestfalen die Schleusen, was den Hausherren in die Karten spielte. Michel traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten (51.), Bremen prustete einmal durch und schlitterte wieder vorwärts. Nach einem Konter flitschte Eggestein die Pille vor die Füße - der Mittelfeldmann machte mit seinem ersten Saisontor alles klar. Immerhin: Paderborn gab nicht auf und kam durch Sabiri zum Ehrentor. Füllkrug goss Werder kurz vor Abpfiff allerdings nochmal nach.

Randnotiz: Paderborns Gjasula holte sich in der Saison seine 17. Gelbe ab – Rekord.

Fortuna Düsseldorf - Borussia Dortmund 0:1 (0:0)

 Fortuna Duesseldorf - Borussia Dortmund, 13.06.2020 Erling Haaland Borussia Dortmund, 2. v.li., erzielt mit diesem Kopfball das 0:1 Siegtor, 13.06.2020, Fussball, 1. Bundesliga, Saison 2019/20, 31. Spieltag, Fortuna Duesseldorf - Borussia Dortmund,
Haaland erzielte mit diesem Kopfball den Siegtreffer
Moritz Mueller, Moritz Mueller/Pool

Tor: 0:1 Haaland (90.+4)

Der BVB hatte das Spiel total im Griff, kesselte die Fortunen von Minute zu Minute stärker in der eigenen Hälfte ein. Allein: Am Sechzehner war die Favre-Elf mit ihrem Kreativ-Latein zumeist am Ende, weil Düsseldorf diszipliniert und mit vollem Einsatz verteidigte. Die einzige dicke BVB-Chance resultierte aus einem Konter, nachdem die Hausherren einmal angegriffen hatten. Hakimi (17.) scheiterte an F95-Tormann Kastenmeier.

Auch nach der Pausen-Desinfektion kein Hochglanz-Fußball des BVB. Aber die Führung durch einen satten Guerreiro-Volley – denkste! Der Kölner Keller erklärte die Schulter des Borussen kurzerhand zum Handspiel. Dortmund danach zerfahren, Düsseldorf wurde auf einmal besser und roch plötzlich selbst am Sieg: Skrzybski (82./90.) traf zweimal aber nur den Pfosten. Als alles nach Nullnummer aussah, schraubte sich Wikinger Haaland in der 94. in die Luft und köpfte Schwarz-Gelb doch noch zum Sieg.

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1. FC Köln - Union Berlin 1:2 (0:1)

 1. FC Koeln - 1. FC Union Berlin, 13.06.2020 Marvin Friedrich Berlin, m. trifft per Kopf gegen Torwart Timo Horn 1. FC Koeln. Fussball: 1. Bundesliga: Saison 19/20: 31. Spieltag: 1. FC Koeln - 1. FC Union Berlin, 13.06.2020 Foto: Matthias Koch/POOL
Friedrich trifft per Kopf gegen FC-Torwart Horn
Matthias Koch/POOL, Matthias Koch

Tore: 0:1 Friedrich (39.), 0:2 Gentner (67.), 1:2 Cordoba (90.+2)

Bei Mitaufsteiger Köln gelingt Union Berlin mit dem ersten Geisterspiel-Dreier ein Befreiungsschlag. Dabei war Köln dem ersten Treffer zunächst näher: Doch Czichos scheitete aus vier Meter am starken Union-Keeper Gikiewicz (24.). Knapp zehn Minuten später sprang Czichos dann im eigenen Strafraum der Ball an den angelegten Arm. Schiedsrichter Petersen entschied zunächst auf Handelfmeter, nahm die Entscheidung jedoch nach Ansicht der Videobilder wieder zurück (33.). Sechs Minuten später ging Union dann aber doch in Führung: Abwehrchef Friedrich köpfte nach einer Ecke ein.

In der Pause stellte Kölns Coach Gisdol um und brachte mit Modeste einen dritten Angreifer. Erstmals gelang es den Hausherren nun Druck aufzubauen. Aber Modeste (50.), Cordoba (55.) und Kainz (61.) vergaben gute Möglichkeiten. Effizienter waren die Gäste, wie schon bei der Führung nutzten sie eine Eck: Gentner stand nach einer zu kurzen Klärung plötzlich völlig frei, verarbeitete den Ball stark und blieb vor Keeper Horn ruhig. Erst in der Nachspielzeit gelang Köln durch Cordoba noch der Anschlusstreffer. Damit blieb der FC auch in seinem siebten Geisterspiel ohne Sieg, liegt nun punktgleich mit Union auf Tabellenplatz 12.

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt 1:4 (1:0)

Tore: 1:0 Piatek (24.), 1:1 Dost (51.), 1:2 Silva (62.), 1:3 N’Dicka (69.), 1:4 Silva (87.)

Rot: Boyata (BSC/45.+2/Notbremse)

Eintracht Frankfurt zauberte sich in der zweiten Hälfte zum Sieg – begünstigt auch durch einen Platzverweis für Boyata kurz vor der Pause. Der Berliner lief Dost an der Strafraumgrenze in die Hacken – Eintrachts Goalgetter strauchelte und Schiedsrichter Hartmann zeigte auf den Elfmeterpunkt. Nach Ansicht der Videobilder korrigierte er zwar auf Freistoß knapp vor dem Sechzehner, Boyata musste trotzdem vorzeitig zum Duschen. Den fälligen Freistoß nutzten die Frankfurter nicht und so blieb es nach 45 Minuten bei der glücklichen 1:0-Führung der Gäste nach einem Treffer von Piatek.

Nach dem Wiederanpfiff ging es dann ganz schnell: Nur neun Minuten nach dem Ausgleich durch Dost brachte Silva die Eintracht per Hacke in Führung, sehenswert war aber auch die Vorarbeit von Kamada, der die halbe Hertha-Abwehr austanzte. Weitere sieben Minuten später erhöhte Ndicka nach einem super Solo von da Costa mit einem wuchtigen Distanzschuss auf 3:1 bevor Silva kurz vor dem Ende noch einen Doppelpack perfekt machte. Die Eintracht dreht die Partie und zieht in der Tabelle an der Hertha vorbei.

VfL Wolfsburg - SC Freiburg 2:2 (2:1)

Tore: 1:0 Weghorst (14.), 2:0 Weghorst (27./FE), 2:1 Höler (43.), 2:2 Sallai (46.)

Freiburg kam gut ins Spiel, guckte nach einem blitzsauberen Wölfe-Angriff aber verdutzt aus der Wäsche. Steffen von der Grundlinie auf Weghorst – 1:0. Danach war viel geboten: Ginczeks Tor (22.) wurde aus dem Kölner Keller zurückgepfiffen, dafür verwandelte Weghorst, der eben dieses aberkannte Tor unter Einsatz seiner Ömme vorbereitet hatte, blutverschmiert einen aus der gleichen Szene vom VAR herausdestillierten Elfmeter. Ginczek wurde danach noch ein Tor aberkannt (28./diesmal Hand), so dass Freiburg durch Höler kurz vor der Pause nochmal herankam – und Lunte roch.

Nur 18 Sekunden nach Wiederanpfiff glich Sallai durch einen absurd langsamen Kopfball aus. In der 61. Minuten ließ die Streich-Elf dann eine 100-prozentige Chance aus – Lienhart schoss aus ein paar Metern den auf der Linie stehenden Mbabu an. Danach ging es hin und her, am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr.