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Bundesliga: Tasmania-Rekord wackelt - und Sebastian Hoeneß wackelt mit

Darüber spricht die Liga

Tasmania-Rekord wackelt - und Hoeneß wackelt mit

Von Reinhard Brings

Die Frage, ob Gladbach weiter Bayerns Angstgegner ist, ist schon am Freitagabend mit Ja beantwortet worden . Klärungsbedarf gibt es an diesem Wochenende aber auch auf anderen Plätzen. Ist Schalke wirklich so schlecht wie einst Tasmania? Wie dünn wird die Luft für Sebastian Hoeneß in Hoffenheim? Kriegt Bo Svensson bei Mainz 05 die Kurve? Und erlegt Erling Haaland RB Leipzig erneut? Der 15. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat’s in sich.

Zittern bei Tasmania

Kein anderer Club scheiterte in der Bundesliga so krachend wie 1965/66 Tasmania Berlin. Der Verein aus Hauptstadt blieb 31 Spiele ohne Sieg – das muss den Berlinern erst einmal einer nachmachen. Schalke 04 scheint dieses Kunststück nun zu gelingen, die Königsblauen konnten 30 Spiele hintereinander nicht gewinnen. Holt der siebenmalige Deutsche Meister am Samstag (15.30 Uhr) zu Hause gegen Hoffenheim keine drei Punkte, stellt Schalke den Rekord der Tasmanen ein.

„Wir wollen unseren Rekord nicht verlieren“, sagte Tasmania-Präsident Almir Numic. „Das ist seit Jahrzehnten unser Rekord. Der gehört zur Tasmania-Identität.“

Die Pleitenserie von damals hat sich für den Klub aus Berlin-Neukölln ausgezahlt. Über kaum einen anderen Amateurverein wird selbst in Corona-Zeiten so viel berichtet.

Hoeneß wackelt

Riesen-Interesse an einer Fortsetzung der Schalker Horror-Serie hat die TSG Hoffenheim. Verlieren verboten gegen das völlig verunsicherte Schlusslicht – das gilt vor allem für TSG-Trainer Sebastian Hoeneß. Im Falle einer Niederlage dürfte es eng werden für den Coach. Am 2. Spieltag noch strahlender 4:1-Sieger gegen Bayern München folgten danach nur noch zwei Siege in den nächsten zwölf Liga-Spielen und der Absturz von Tabellenplatz eins auf 13 – der Trainer muss jetzt liefern.

Sorgen um seinen Job macht sich Sebastian Hoeneß nach eigener Aussage „überhaupt nicht“. Sportchef Alexander Rosen gibt dem Neffen von Uli Hoeneß Rückendeckung: „Wir sind hochgradig zufrieden, wie die Leute hier – der Trainer, die Spieler – die außergewöhnliche Situation annehmen und damit umgehen.“

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Forsche Töne aus Sachsen

Die wenigsten Gegentore, die beste Heim-Mannschaft der Liga – diese Fakten machen RB Leipzig selbstbewusst vor dem Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund (Sa. 18.30 Uhr). Trainer Julian Nagelsmann findet offenbar Gefallen an der „Abteilung Attacke“: „Den Sieg plane ich ein, weil wir mutig sind, weil wir gut drauf sind und weil wir eine tolle Statistik haben in der Liga.“ Leipzig kann mit einem Erfolg den Vorsprung vor dem BVB auf neun Punkte ausbauen.

Allerdings: Die letzte Heimniederlage kassierten die Sachsen letzten Juni – gegen Borussia Dortmund. Zweimaliger Torschütze damals: Erling Haaland.

Keine Nachricht von Klopp

Bo Svensson, der neue Coach von Mainz 05, soll beim Tabellen-Vorletzen eine neue Aufbruchstimmung entfachen. Seinen Einstand feiert der 41jährige am Samstag (15.30 Uhr) im Derby gegen Eintracht Frankfurt – der einstige Publikumsliebling spielte früher in Mainz unter Jürgen Klopp und Thomas Tuchel. Gute Wünsche der beiden berühmten Trainer-Vorgänger blieben bisher aber aus, beide hätten sich noch nicht bei ihm gemeldet. „Ich bin auch sehr enttäuscht“, scherzte der Däne. Vielleicht reicht es auch so zu drei Punkten, denn die Eintracht hat noch nie ein Bundesligaspiel in Mainz gewonnen.

Alle Partien des 15. Bundesliga-Spieltag gibt es hier im Live-Ticker