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Bundesliga: Spielerbündnis um Mats Hummels, und Co. stellt sich hinter Adam Szalai

Für Meinungsfreiheit im Profi-Fußball

Neues Spielerbündnis stellt sich hinter Adam Szalai

Adam Szalai wurde vom FSV Mainz 05 suspendiert
Adam Szalai wurde vom FSV Mainz 05 suspendiert
Imago Sportfotodienst

Reaktion des Clubs wird „missbilligt“

Dieser Fall schlägt im deutschen Profi-Fußball hohe Wellen: Nachdem Adam Szalai von seinem Club, dem FSV Mainz 05, suspendiert wurde und die ganze Mannschaft in einen Streik trat, herrscht bei den Mainzern Chaos . Die genauen Hintergründe des Falls? Unklar. Für Szalai jedenfalls haben die Probleme hinter den Kulissen Konsequenzen: Er musste vorerst den Gang in die 2. Mannschaft antreten. Eine Entscheidung, die vom neu gegründeten Spielerbündnis um Neven Subotic, Mats Hummels und Co. „missbilligt“ wird.

Adam Szalai: Bestrafung für Meinungsäußerung

„Das neu gegründete Spielerbündnis stellt sich solidarisch hinter die Mainzer Mannschaft und Adam Szalai. Wir missbilligen die Reaktion des Vereins auf eine freie Meinungsäußerung eines Spielers, denn damit zeigt der Verein, dass Spieler, die ihre Meinung kundtun, selbst dann bestraft werden, wenn dies im Privaten erfolgt“, heißt es in einer Presseerklärung.

Und weiter: „Dieser Fall ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Meinungsfreiheit im Deutschen Fußball bei manchen Vereinen unerwünscht ist.“ Eine traurige wenn auch nicht neue Erkenntnis im Millionengeschäft Bundesliga.

Bündnis weist auf FIFA Regularien hin

Szalai wurde vom Verein öffentlich empfohlen, den Club zu wechseln. Das Bündnis weist deshalb darauf hin, dass „derartige Schritte, um durch Druck ein Arbeitsverhältnis beenden zu wollen, nicht zulässig und auch nach FIFA Regularien verboten“ sind.

Das Bündnis stellt deshalb klar, dass es „die Solidarität und Geschlossenheit der 1. Mannschaft des FSV Mainz 05 befürwortet“ und Meinungsäußerungen in Deutschland unter rechtlichen Aspekten nicht bestraft werden dürfen.

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Das neue Spielerbündnis

Über 460 Profi-Spielerinnen und Spieler haben sich der neuen Organisation bereits angeschlossen. Ihr klares Ziel: „Das Spieler Bündnis hat sich zur Aufgabe gemacht, Spieler und Spielerinnen zu vertreten, um Solidarität, Transparenz und Mitbestimmung als Grundwerte fest in den Deutschen Fußball zu integrieren.“ Im Fall Szalai ist genau das gefragt.