Veh nach 1:2 gegen Hoffenheim weg

K.o. in Minute 98: Last-Second-Schock für 1. FC Köln und Achim Beierlorzer

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9. November 2019 - 12:06 Uhr

Köln geht die Puste aus

Der 1. FC Köln und Achim Beierlorzer haben das ausgerufene Trainer-Endspiel gegen Hoffenheim in letzter Sekunde verloren. Die Domstädter verloren am Freitagabend trotz Führung in Minute 90.+8 mit 1:2 (1:0). Mit dem Schlusspfiff teilte der 1. FC Köln mit, dass der Vertrag von Sportchef Armin Veh aufgelöst wurde.

War's das für Achim Beierlorzer? Veh schon weg

Jürgen Locadia
Jürgen Locadia und Co. bejubeln kurz vor Abpfiff den Führungstreffer
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In der achten Minute der Nachspielzeit versenkte Jürgen Locadia per Strafstoß (nach VAR-Anruf) den entscheidenden Treffer für die Gäste aus Hoffenheim. Zuvor hatte Sargis Adamyan (48.) den Führungstreffer von Jhon Cordoba (34.) ausgeglichen.

Nach den Liga-Niederlagen gegen Düsseldorf (0:2) und Mainz (1:3) sowie der peinlichen Pokal-Pleite gegen Viertligist Saarbrücken (2:3) ging Trainer Beierlorzer schwer angezählt in die Partie gegen Hoffenheim - von einem "Endspiel" für den FC-Coach war vielfach die Rede.

Seine Mannschaft legte sich von Beginn an ins Zeug. In der 34. Minute fasste sich Jhon Cordoba ein Herz und zog aus der Distanz ab – der Kolumbianer erzielte sein erstes Saisontor und das ausgerechnet im Kölner Karnevalstrikot. Drei Tage vor dem Startschuss in die fünfte Jahreszeit am 11.11. zeigten die Gastgeber zunächst einen jecken und couragierten Auftritt.

Adamyan trifft kurz nach der Einwechslung

Doch schon kurz nach der Pause drehte sich das Blatt. Hoffenheim-Joker Adamyan stach zwei Minuten nach seiner Einwechslung. Eine Flanke von Nationalspieler Sebastian Rudy veredelte er mit einer Volleyabnahme. In der vergangenen Saison lief der Torschütze noch für den jetzigen FC-Coach Beierlorzer beim Ex-Club Jahn Regensburg auf. Nun versaute er seinem alten Trainer überlebenswichtige Punkte. Hoffenheim sprang zumindest über Nacht auf Tabellenplatz 2.

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Die nächste Pleite im eigenen Stadion dürfte für die kriselnden Kölner und Beierlorzer zu wenig sein. Der Trainerstuhl des 51-Jährigen beim "effzeh" wackelt weiter gewaltig. Sport-Geschäftsführer Armin Veh ist schon weg. 

"Der Vorstand und Armin Veh haben einvernehmlich entschieden, seinen noch bis 30. Juni 2020 laufenden Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen", teilte der FC im Moment des Abpfiffs via Twitter mit. Die Trennung zum Saisonende war ohnehin bereits beschlossene Sache.