Fußball-Bundesliga

Mainz schlägt Frankfurt nach Pyro-Ärger

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3. Dezember 2019 - 10:57 Uhr

Mainz 05 - Eintracht Frankfurt: 2:1 (0:1)

Mainz 05 hat das Rhein-Main-Derby gegen Eintracht Frankfurt mit 2:1 gewonnen. Für den neuen 05-Trainer Achim Beierlorzer ist es der zweite Sieg im zweiten Spiel. Den ersten Aufreger der Partie gab es schon vor dem Anpfiff.

Uncoole Aktion aus Gästeblock

Tore: 0:1 Hinteregger (34.), 1:1 Onisiwo (50.), 2:1 Szalai (69.) 

Anhänger von Eintracht Frankfurt schleuderten Pyro-Fackeln aufs Spielfeld. Schiedsrichter Manuel Gräfe setzte ein Zeichen und holte beide Mannschaften zurück in die Kabine. Einige Frankfurter Spieler um Sebastian Rode gingen in die Kurve, um die Fans von weiteren Dummheiten abzuhalten. Mit zehnminütiger Verspätung ging es los. Für viele Zuschauer sicher mit einem mulmigen Gefühl.

Eintracht Ultras zuenden Bengalisches Feuer, Filip Kostic 10, Eintracht Frankfurt und Sebastian Rode 17, Eintracht Frankfurt beim Frankfurter Block, Fussball, 1. Bundesliga: 1. FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt, 13. Spieltag am 02.12.2019, Saison 20
Sebastian Rode (Nr. 17) und Filip Kostic sprechen mit den eigenen Anhängern.
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Dominik Kohr sieht Rot

Es dauerte, bis das Spiel Fahrt aufnahm. Mitte der ersten Hälfte gaben die Mainzer den Ton an, aber die Frankfurter trafen - durch Fan-Liebling Martin Hinteregger, der nach einer Ecke an den Ball gekommen war und einschob. Mainz-Keeper Robin Zentner war noch mit den Fingerspitzen dran. Trotz der Führung ging es für die Frankfurter mit einem deftigen G'schmäckle in die Pause: Dominik Kohr sah nach einer Notbremse Rot. Eintracht in Unterzahl.

Adam Szalai im Mittelpunkt

Und es kam, wie es kommen musste: Mainz glich aus. Karim Onisiwo verwertete eine Hereingabe von Jeremiah St. Juste. Adam Szalai hatte nach 68 Minuten nach einem Abklatscher nach vorn von Frankfurt-Keeper Frederik Rönnow die erste dicke Chance auf die Führung, aber der Keeper machte seinen Fehler wieder gut, indem er den Schuss aus kürzester Distanz parierte. Eine Minute später aber traf der Ungar im Stile eines Old-fashioned-Mittelstürmers: Ballannahme im Fünf-Meter-Raum, abgeschirmt, patsch! Frankfurt fightete, Mainz tat sich schwer, aber brachte den Sieg über die Zeit.

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"Wir haben es in der zweiten Halbzeit gut gemacht. Wir freuen uns riesig über den Sieg im Derby. Wir haben in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht", sagte Siegtorschütze Szalai. Der Frankfurter Danny da Costa sah den Hauptgrund für die Niederlage im Platzverweis: "Eine komplette Halbzeit in Unterzahl spielen zu müssen, ist nicht ganz so einfach".

Nachspiel für Pyro-Chaoten

Frankfurts Vorstand Axel Hellmann verurteilte die Ausschreitungen vor der Partie scharf. "Was wir vor dem Anpfiff gesehen haben, war einfach nur destruktiv. Das schadet Eintracht Frankfurt sehr", kritisierte er. "Es gab keine Botschaft, es bleibt nur ein Schaden. Ich habe ein wenig das Gefühl, dass es eine kleine Gruppe momentan darauf anlegt, etwas mehr zu provozieren. Das besorgt mich sehr. Wir müssen das thematisieren. So kann es nicht weitergehen."