Bayern ziehen Angebot zurück

Sommer-Abschied von Alaba fix?

ARCHIV - 10.08.2020, Portugal, Lagos: Fußball, Champions League, FC Bayern im Trainingslager an der Algarve vor dem Finalturnier in Lissabon: David Alaba vom FC Bayern München läuft während einer Trainingseinheit um einen Fußballplatz vom Teamhotel.
David Alaba.
mbk nic tba cul, dpa, Matthias Balk

Hainer: "Es gibt kein Angebot mehr"

Können sich die Parteien wirklich nicht einigen? Es scheint so. Rekordmeister Bayern München hat sein Verlängerungsangebot an Abwehrchef David Alaba zurückgezogen. „Es gibt kein Angebot mehr“, sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer am Sonntagabend in der Sendung „Blickpunkt Sport“ des Bayerischen Rundfunks. Ein Bundesliga-Hammer.

Denn: Der Vertrag von Alaba läuft im kommenden Sommer aus. Verlängert er nicht, verlieren die Bayern einen Fußballer von Weltformat in seinen besten Jahren ohne Gegenwert. Noch ist die Tür für den 28-Jährigen aber nicht ganz zu. Denn Hainer spricht im Konjunktiv, wenn er sagt: „Wir würden es bedauern, wenn wir am Ende der Saison getrennte Wege gehen müssen.“

Lange und schwierige Verhandlungen

Seit Monaten verhandeln die Bayern mit dem 28-Jährigen und dessen Berater über die Verlängerung des 2021 auslaufenden Vertrages, zuletzt besserten die Münchner das Ursprungs-Angebot auf, aber der Alaba-Seite reichte das nicht.

Der Österreicher war im Sommer 2008 zu den Münchnern gewechselt. „Es hat sich tatsächlich über das Wochenende eine neue Situation ergeben“, meinte Hainer nun.

Bayern wollten endlich Klarheit

Man habe dem Berater von Alaba gesagt, dass man bis Ende Oktober Klarheit haben wolle und eine Antwort. „Für so eine wichtige Position und Personalie wollen wir auch Planungssicherheit haben“, sagte der 66-jährige Hainer.

Nachdem man bis Samstag nichts gehört habe, habe Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic „noch mal aktiv“ bei dem Berater nachgehakt, sagte Hainer. „Und die Antwort war: Dass das Angebot immer noch unbefriedigend ist und wir weiter nachdenken sollen. Daraufhin haben wir uns entschieden, das Angebot komplett vom Tisch zu nehmen. Das heißt, es gibt kein Angebot mehr.“

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Bayern planen die Nachfolge, aber ...

Trainer Hansi Flick hatte dieser Tage erneut um einen Verbleib von Alaba beim Rekordmeister geworben. Zuletzt hatte Salihamidzic erklärt, dass man Alaba „kein Ultimatum“ für eine Entscheidung setzen wolle.

Hainer ließ durchblicken, dass man jetzt die Nachfolge angehe. „Natürlich, wir müssen auch in die Zukunft planen. Ich will noch mal dazu sagen, dass wir David unheimlich schätzen, er ist ein liebenswerter Kerl, er ist Publikumsliebling, er ist ein Eigengewächs des FC Bayern München, und deswegen würden wir es auch so bedauern, wenn wir getrennte Wege am Ende der Saison gehen müssen“, sagte Hainer. Eine Hintertür für eine weitere Zusammenarbeit bleibt demnach offen.

RTL.de/dpa