Nach zwei Niederlagen und Spielerstreik zum Saisonstart

FSV Mainz 05 trennt sich von Trainer Achim Beierlorzer

FSV Mainz 05 - Achim Beierlorzer
© dpa, Thomas Frey, tfr tba

28. September 2020 - 14:55 Uhr

Nächster Trainerrauswurf in der Bundesliga

Es sind gerade mal zwei Spieltage in der Fußball-Bundesliga gespielt, da muss bereits der zweite Trainer seinen Hut nehmen: Nach dem Aus von David Wagner bei Schalke 04 hat es jetzt Achim Beierlorzer beim FSV Mainz 05 getroffen. Man habe nach einer "Analyse der sportlichen Situation durch Sportvorstand Rouven Schröder und den Vorstandsvorsitzenden Stefan Hofmann sowie eines langen Gesprächs beider mit dem 52-jährigen Fußballlehrer" entschieden, sich von Beierlorzer zu trennen, teilte der Club mit.

Spielerstreik sorgte für Aufsehen

Mainz war mit zwei Niederlagen in Folge schlecht in die neue Saison gestartet, steht derzeit nur auf Tabellenplatz 17. Zudem sorgte ein Spielerstreik für Aufsehen: Nach der Suspendierung von Adam Szalai verweigerten die Mainzer Profis das Training.

Das Team soll geschlossen die Rücknahme des Rauswurfs von Szalai gefordert haben. Der 32 Jahre alte Ungar war kurz zuvor mit sofortiger Wirkung vom Training freigestellt worden, der Club legte ihm nahe, sich einen neuen Verein zu suchen. Die Mainzer hatten für die Trennung von Szalai sportliche Gründe angegeben. Nach Informationen des "Kicker" soll es jedoch zu einem Eklat zwischen dem Routinier und Trainer Achim Beierlorzer gekommen sein.

Co-Trainer Lichte soll interimsweise übernehmen

Beierlorzer hatte die 05er erst im vergangenen November nach der Entlassung von Sandro Schwarz übernommen und trotz schwieriger Ausgangssituation den Klassenerhalt gesichert.

"Ich bin enttäuscht über die Entscheidung des Vereins. Nichtsdestotrotz wünsche ich Mainz 05 und der Mannschaft für den weiteren Weg alles Gute", wird Beierlorzer in der Pressemitteilung des Clubs zitiert.

Im nächsten Bundesligaspiel am Freitag (20.30 Uhr, im RTL-Liveticker) bei Union Berlin soll der bisherige Co-Trainer Jan-Moritz Lichte das Team betreuen.