Bloß keine Quarantäne

Bayern-Angst vorm Corona-Desaster

22. Februar 2021 - 19:55 Uhr

Vier Fälle in vier Wochen

Das Fußball-Jahr startete für den FC Bayern München eher holprig – jedenfalls abseits des Rasens. Vier Spieler wurden seit Januar positiv auf das Corona-Virus getestet, zwei davon, Thomas Müller und Benjamin Pavard, in den letzten zwei Wochen. Der Club reagiert mit noch schärferen Hygienemaßnahmen. Doch wird das auch reichen, oder droht der Mannschaft sogar die Gruppen-Quarantäne? Wie die verschärften Maßnahmen genau aussehen, erfahren Sie oben im Video.

Bayerns Corona-Liste

Beim FC Bayern steigt die Zahl der Coronafälle. Der Verein gab am Montag deswegen striktere Corona-Regeln für seine Spieler bekannt. "Es ist wirklich verschärft worden. Wir sind jeden Tag in der Testung, am Spieltag gibt es morgens um 7 Uhr eine Testung", berichtete Trainer Hansi Flick vor der Abreise des Rekordmeisters zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Lazio Rom.

Zuletzt war der französische Fußball-Weltmeister Benjamin Pavard positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Zuvor mussten schon Thomas Müller, Leon Goretzka und Javi Martínez mit Covid-19 in Quarantäne.

Flick wünscht sich, dass Ruhe einkehrt

"Es kann keiner voraussehen oder voraussagen, ob da noch irgendwas kommt oder ob es bei dem bleibt. Das wäre super, weil wir wollen, dass wieder ein bisschen Ruhe einkehrt. Das ist auch für die Mannschaft und alle drumherum keine schöne Situation", sagte Flick.

Macht sich die Unruhe auch auf dem Platz bemerkbar? Am Samstag verloren die Bayern in Frankfurt mit 1:2, davor reichte es zuhause gegen Aufsteiger Bielefeld nur zu einem 3:3. Eine Team-Quarantäne käme für die Bayern zur Unzeit.

In der Bundesliga gab es erst einen Fall einer solchen Gruppen-Quarantäne: Im November letzten Jahres ging die TSG 1899 Hoffenheim diesen Schritt – allerdings freiwillig. In der 2. Bundesliga schrieben die Behörden bei Erzgebirge Aue und in der Vorsaison bei Dynamo Dresden diese Maßnahme vor.

Es ist also nicht auszuschließen, dass dies auch den Bayern droht, sollte es weitere Corona-Infektionen im Team geben.

Coman: Müssen alles tun, damit wir spielen dürfen

"Es gibt sehr viele Regeln und sehr viele Vorschriften. Wir haben sehr viele Tests, manchmal mehrmals am Tag", kommentierte Flügelspieler Kingsley Coman die Situation. "Aber das ist Teil des Lebens. Wir müssen all diese Vorkehrungen treffen, um weiter spielen zu können, um Spiele bestreiten zu können. Wir machen alles, was notwendig ist dafür."

Laut "Bild"-Informationen gibt es für die Bayern-Profis folgende verschärfte Regeln, die 14 Tage gelten sollen: Die Stars sollen nicht mehr selbst einkaufen, dürfen nur zwischen ihrem Zuhause, dem Vereinsgelände, Club-Terminen und Spielen pendeln. Die Zahl der Tests wird erhöht. Um Kontakte zu minimieren, wurden aufschiebbare Aktivitäten etwa für Sponsoren erst einmal ausgesetzt.

Mit den Verschärfungen will der FC Bayern vermeiden, dass es zu einer fünften Infektion in der Rückrunde kommt. Denn in München geht die Angst um, dass durch weitere Corona-Fälle die gesamte Mannschaft in Quarantäne muss. Dann wäre der Spielbetrieb des Tabellenführers gefährdet.