Bundesliga: FC Bayern München beendet seine Krise, Borussia Dortmund gewinnt beim VfB Stuttgart klar

Robert Lewandowski erzielte beim Sieg der Bayern in Wolfsburg einen Doppelpack
Robert Lewandowski erzielte beim Sieg der Bayern in Wolfsburg einen Doppelpack
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21. Oktober 2018 - 9:07 Uhr

Bundesliga: Bayern beendet Krise, BVB ballert weiter

Einen Tag nach der Mi-Mi-Mi-Pressekonferenz zeigte der FC Bayern München wieder einen Hauch "Mia san Mia". Beim ungefährdeten 3:1-Sieg beim VfL Wolfsburg beendete der Rekordmeister, der zuvor vier Pflichtspiele nicht gewonnen hatte, seine Krise. Tabellenführer bleibt aber Borussia Dortmund, die bei der Premiere von Trainer Markus Weinzierl den VfB Stuttgart deutlich mit 4:0 besiegten.

VfL Wolfsburg - FC Bayern München 1:3

Soccer Football - Bundesliga - VfL Wolfsburg v Bayern Munich - Volkswagen Arena, Wolfsburg, Germany - October 20, 2018  Bayern Munich's Arjen Robben is shown a red card by referee Guido Winkmann  REUTERS/Fabian Bimmer  DFL regulations prohibit any us
Arjen Robben wurde beim Auswärtsspiel in Wolfsburg vom Platz gestellt
© REUTERS, FABIAN BIMMER, DY

Tore: 0:1 Lewandowski (30.), 0:2 Lewandowski (49.), 1:2 Weghorst (63.), 1:3 James (73.)

​Gelb-Rot: Robben (58.)

Nach turbulenten Wochen mit der Ergebniskrise und der absurden Abechnungs-Pressekonferenz gegen Medien und Experten hat der FC Bayern München wieder etwas für ihn "Normales" gemacht: ein Spiel in der Bundesliga gewonnen. Beim 3:1 beim VfL Wolfsburg hatte der Rekordmeister wenig Mühe. Robert Lewandowski erzielte einen Doppelpack, bei dem auch das Glück zu den Bayern zurückkehrte: Beim 2:0 bekam der Pole den Ball vom Wolfsburger William vorgelegt. Trainer Niko Kovac versprach im Vorfeld: "Wir brauchen wieder das Quäntchen Glück. Dann gewinnen wir auch wieder." Das Glück kehrte zurück und Bayern wieder in die Siegerspur. Einziger Wehrmutstropfen: Arjen Robben wurde nach einer Schwalbe und einem taktischen Foul mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 0:4

Samstag 20.10.2018, Saison 2018/2019, 1. Bundesliga, 8. Spieltag in der Mercedes-Benz Arena, VfB Stuttgart - BVB 09 Borussia Dortmund, Jubel der Dortmunder Spieler nach Abpfiff: Mahmoud Dahoud (BVB), Paco Alcacer, Francisco Alcacer Garcia (BVB), Achr
Wer nicht hüpft, der ist nicht Erster: Die BVB-Stars feiern den nächsten Sieg und ihre Tabellenführung
© imago/Thomas Bielefeld, Thomas Bielefeld, imago sportfotodienst

Tore: 0:1 Sancho (3.), 0:2 Reus (23.), 0:3 Alcacer (25.), 0:4 Philipp (85.)

Das hatte sich Markus Weinzierl bei seinem Trainerdebüt in Stuttgart sicher ganz anders ausgemalt: Statt der Wende gab es eine böse Klatsche gegen den neuen und alten Tabellenführer Dortmund.

Dabei dauerte es nicht einmal drei Minuten, bevor der Ball zum ersten Mal im Netz der Stuttgarter zappelte: Jaden Sancho hatte nach Vorlage von Marco Reus getroffen. Gegen chancenlose Schwaben stellte die Borussia dann ihre Effizienz unter Beweis: Nach Treffern durch Reus und Startelf-Debütant Paco Alcacer war die Partie zur Halbzeit im Prinzip entschieden. Zwar kam der VfB stärker aus der Pause, behielt vor dem Tor aber keinen kühlen Kopf. So war es Maximilian Philipp, der kurz vor Spielende den Schlusspunkt setzte.

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FC Augsburg - RB Leipzig 0:0

20.10.2018, xemx, Fussball 1.Bundesliga, FC Augsburg - RB Leipzig emspor, v.l. Schiedsrichter Tobias Welz beim Viedeobeweis (DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO) Augsburg *** 20 10 2018 xemx Footb
Schiedsrichter Tobias Welz nahm sich viel Zeit für seine Entscheidung, lag aber richtig
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Tore: Fehlanzeige

Nach knapp zehn Minuten freute sich der RB Leipzig über die Riesenchance zur Führung: Schiedsrichter Tobias Welz hatte nach einem Foul an Timo Werner auf Elfmeter entschieden. Doch der Videoreferee schaltete sich ein, ließ Welz seine Entscheidung kontrollieren. Nach über vier Minuten Video-Studium die für alle überraschende Korrektur auf Abseits. Vom Publikum unbemerkt stand Leipzig-Stürmer Yussuf Poulsen einige Sekunden vor der Strafstoß-Situation im Abseits. Ein Aufregerthema, aber mit dem absolut korrektem Ende.

Im Anschluss war es dafür aber umso ruhiger. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend und waren mit dem 0:0 zufrieden.

Bayer 04 Leverkusen - Hannover 96 2:2

LEVERKUSEN, GERMANY - OCTOBER 20:  Karim Bellarabi of Bayer 04 Leverkusen celebrates after scoring his team's second goal during the Bundesliga match between Bayer 04 Leverkusen and Hannover 96 at BayArena on October 20, 2018 in Leverkusen, Germany.
Karim Bellarabi erzielte den späten Ausgleich für Bayer Leverkusen
© Bongarts/Getty Images, Bongarts, jc

Tore: 0:1 Masija (25.), 1:1 L. Bender (34.), 1:2 Felipe (54.), 2:2 Bellarabi (90.+4)

Gelb-Rot: Felipe (54.)

Bes. Vorkommnisse: Esser hält Handelfmeter von Wendell (7.)

Nur wenige Sekunden haben Hannover 96 zum zweiten Sieg der Saison gefehlt. Karim Bellarabi erzielte in der Nachspielzeit den späten Ausgleich für Bayer 04 Leverkusen. Nach abgelaufener Sperre wegen seines "Geisteskrank"-Fouls schrieb der Ex-Nationalspieler wieder positive Schlagzeilen. Für sein Team lief es zuvor nicht so gut.

Wendell versemmelte die frühe Chance zur Führung, scheiterte kläglich mit seinem Elfmeter an Bruno Esser. Jungstar Masija knallte dafür wenig später den Ball per Freistoß in den Leverkusener Torwinkel zur Führung für Hannover, die Bayer-Kapitän Lars Bender egalisierte. 96-Verteidiger Felipe, der den Elfmeter in der Anfangsphase verschuldete, erzielte die erneute Führung für die Gäste. Doch auch weil der Brasilianer wenig später nach seinem zweiten Handspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste, brachte Hannover den Sieg nicht mehr über die Zeit.

Nürnberg - Hoffenheim 1:3

20.10.2018, xmeix, Fussball, 1. Bundesliga, 1.FC Nürnberg - TSG 1899 Hoffenheim, emspor, v.l. Jubel zum 1:2 fuer Hoffenheim durch Reiss Nelson (TSG 1899 Hoffennheim) DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-vide
Arsenal-Leihgabe Reiss Nelson erzielte zwei Treffer
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Tore: 1:0 Behrens (18./FE), 1:1 Nelson (50.), 1:2 Nelson (57.), 1:3 Szalai (67.)

Nach drei Pflichtspielniederlagen gab es für Hoffenheim endlich wieder Zählbares. Zwar war Nürnberg nach einem vermeidbaren Elfmeter in Führung gegangen, dann aber verabschiedete sich der Club aus dem Spiel. Zwar hielt FCN-Torhüter Christian Mathenia sein Team immer wieder glänzend im Spiel, dann aber bestraften die Kraichgauer die Inaktivität der Nürnberger: Youngster Reiss Nelson drehte mit seinem Doppelpack die Partie, Adam Szalai sorgte per Kopf für den 3:1-Endstand.