RTL News>Fussball>

Bundesliga: FC Bayern mit Pleite gegen Eintracht Frankfurt, auch Borussia Mönchengladbach verliert

Younes mit der Szene des Tages

Bayern-Pleite in Frankfurt! Und auch Gladbach strauchelt

Frankfurt siegt gegen die Bayern
Frankfurt siegt gegen die Bayern
Jan Huebner, Imago Sportfotodienst

Drei Auswärtssiege - nur Bayern lässt in der Ferne Federn

An diesem sonnigen Bundesliga-Samstag blickte das Team von RB Leipzig wohl begeistert nach Frankfurt, denn die Eintracht erfüllte Julian Nagelsmanns Wunsch: Sie brachten den FC Bayern zum Stolpern. Der Rekordmeister reist punktlos nach Hause. Anders als Abstiegskandidat Mainz 05! Dem Tabellen-17. gelang ein Überraschungs-Sieg in Gladbach. Und auch Stuttgart und Union feierten Dreier in der Ferne.

Eintracht Frankfurt – FC Bayern München 2:1 (2:0)

Tore: 1:0 Kamada (12.), 2:0 Younes (31.), 2:1 Lewandowski (53.)

Die erste besondere Szene gab es nach nicht einmal fünf Minuten, als die Partie länger unterbrochen werden musste. Hintergrund: Linienrichter Mike Pickel schien am Rand umgeknickt zu sein, konnte nicht weitermachen. In der Frankfurter Sonne warteten die beiden Teams vier Minuten, ehe Pickel mit dem vierten Offiziellen Tobias Reichel die Jerseys getauscht hatte.

Eine Pause, aus der die Frankfurter bockstark zurückkamen. Und so zauberte Amin Younes auf der linken Seite, schickte Filip Kostic in der 12. Minute mit Tempo in den Strafraum der Bayern. Kostic legte quer rüber auf Daichi Kamada, der nur noch freistehend vor dem Tor einschieben musste. Die frühe Führung der Eintracht. Perfekt kombiniert! Dass es nach 14 Minuten nicht schon 2:0 für Frankfurt stand, hatte Bayern Jérôme Boateng zu verdanken, der sein Startelf-Comeback feierte und in höchster Not klärte.

Groß wurde es dann in der 31. Minute. Zauberer Younes zauberte als nächstes Niklas Süle aus, der nur zuschauen konnte, wie Younes‘ Traumschuss aus dem Stand oben im Eck des Bayern-Tors landete. Das verdiente 2:0. Und: Der Frankfurter lief zur Bank und zeigte ein Shirt mit der Aufschrift „#saytheirnames“. Damit widmete er seinen Treffer den Opfern des Anschlags von Hanau. Eine große Geste.

In Hälfte zwei meldeten sich die Bayern zurück. Sané schlenkerte sich durch Frankfurts Verteidigung, hier und da noch ein Haken, bevor er den Pass auf Lewandowski spielte, der aus knapp fünf Metern das Tor nicht verfehlte (53.). Das Feuer in der Partie blieb, die Bayern machten mehr und mehr Druck und so sah sogar Münchens mitfiebernder Coach Hansi Flick die Gelbe Karte nach einer Stunde.

Aufregung gab es noch einmal in der 79. MInute, als die Frankfurter nach einem Foul von Alphonso Davies an Ragnar Ache direkt vor dem Kasten von Neuer einen Elfmeter forderten – und nicht bekamen. Doch die Eintracht brachte auch so den Sieg über die Zeit. Und fügte den Bayern eine Niederlage zu, die zur aktuell schwierigen Situation der Münchner passt.

1. FC Köln - VfB Stuttgart 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Kalajdzic (49.)

Der VfB legte mit viel Schwung los in Müngersdorf. Die erste Möglichkeit gab es aber auf Seiten der Geißböcke. Ondrej Dudas Schuss (17.) flog in Richtung Kölner Nachmittagssonne. Das war dann auch quasi alles Berichtenswerte aus der 1. Halbzeit. Die Partie war in Halbzeit eins so spannend wie der 1000. Spaziergang im Lockdown.

Geradezu ein Paukenschlag dann der Auftakt in die zweite Hälfte, bei der die Stuttgarter ein altbewährtes Rezept anwendeten. Flanke Borna Sosa, Tor Sasa Kalajdzic. Der Ösi-Stürmer, selbst 2 Meter groß, schraubte sich auf gefühlt vier Meter und stieß mit der Schädeldecke den Ball ins Tor. Die Gäste danach am Drücker. Flügelflitzer Silas Wamangituka (54.) schoss aus kurzer Distanz FC-Schlussmann Timo Horn an. Langsam wachte aber auch der FC auf: Emmanuel Dennis vergab die bis dato beste Chance der Kölner (69.), schoss aus wenigen Metern übers Tor. Salih Özcan scheiterte mit einem fulminanten Fernschuss an der Latte (79.). Die Gäste schaukelten die knappe Führung über die Zeit.

So bleibt es dabei: Stuttgart ist in diesem Jahrtausend fast unschlagbar in Köln. Der letzte Heimsieg der Domstädter gegen den VfB datiert aus der Saison 2000/01.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Borussia Mönchengladbach - FSV Mainz 05 1:2 (1:1)

Tore: 0:1 Onisiwo (10.), 1:1 Stindl (26.), 1:2 Stöger (86.)

Schon nach zehn Minuten klingelte es in Gladbach – aber nicht für den Favoriten. Abstiegskandidat Mainz ging mit dem ersten Torschuss in Führung, Karim Onisiwo brachte aus der Drehung heraus einen langen Ball hinein ins Netz. Ein sehenswertes Ding.

Die Reaktion der Gladbacher folgte prompt. Mainz-Keeper Robin Zentner konnte einen Kopfball von Alassane Plea fangen – ließ den Ball jedoch wieder fallen. Jonas Hofmann stürmte heran, wurde nur von Zentner per Foul gestoppt. Elfmeter!? Der VAR entschied: Nein. Hofmann kam aus dem Abseits. In der 26. Minute war der Ausgleich dann aber überfällig. Kapitän Lars Stindl schloss von links in die lange Ecke hinein ab, Zentner war chancenlos.

Mainz ließ sich davon aber nicht abschrecken und spielte weiter mutig nach vorne. Die vermeintliche Belohnung in der 38.: Adam Szalai traf aus kurzer Distanz zum 2:1, stand dabei aber im Abseits. So blieb es zur Pause beim Remis.

Und auch in Hälfte zwei tat sich wenig. Doch Mainz gab den Kampf nicht auf, wollte unbedingt den Dreier holen. Kurz vor Schluss dann die entscheidende Situation: Ein per Kopf geklärter Ball landete im Gladbacher Strafraum bei Kevin Stöger, der angesprintet kam und den Ball eiskalt ins Netz hämmerte. Das 2:1 in der 86. Minute – der Endstand.

SC Freiburg - Union Berlin 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Prömel (64.)

Frühlingsgefühle im Breisgau: Auf knapp 20 Grad kletterte das Thermometer in Freiburg. In der ungewohnten Wärme tasteten sich die Teams erst mal in Ruhe ab. Beide Teams standen sich früh auf den Füßen.

Erstes Oha-Erlebnis nach 15. Minuten: Joel Pohjanpalo zeigte eine artistische Einlage, in dem er aus gut elf Metern zum Fallrückzieher ansetzte – der Ball landete aber in den Armen von SCF-Keeper Florian Müller. Einzig ein Andrich-Schlenzer (29.) brachte noch weitere Gefahr vors Freiburger Tor.

In der 2. Halbzeit dann auch ein Lebenszeichen von Freiburg. Lucas Höler (52.) köpfte nur wenige Zentimeter über den Kasten von Union. Gerade als der SC ins Laufen kam, schlug Prömel nach Ingvartsen-Flanke eiskalt mit dem Kopf zu. Ein Wirkungstreffer, von dem sich die Gastgeber nicht mehr erholten. Union springt durch den Sieg in der Tabelle an Freiburg vorbei und ist nun Achter.