20. Mai 2019 - 11:42 Uhr

Packendes Finale im Kampf um die Europapokal-Plätze

Nerven, Spannung, Dramen: Der Kampf um den letzten Champions-League-Platz hinter Dauermeister FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig hatte es am letzten Bundesliga-Spieltag in sich. Und auch im Kampf um die drei Europa-League-Plätze lagen Jubel und Tränen nah beieinander - inklusive einer dramatischen Wende.

Frankfurt schien alles verspielt zu haben

Um 17:20 Uhr begann in der Münchner Allianz-Arena die Meisterfeier (Alles zum Meisterschaftskampf gibt's hier). Wenige Meter neben den freudetrunkenen Bayern saßen die Spieler von Eintracht Frankfurt wie geprügelte Hunde am Boden. 1:5 verloren und ihr letzter Stand hieß: Der Europa-League-Platz ist verspielt.

Weil die Konkurrenten Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim lange führten, waren Eintrachts Eurofighter auf den undankbaren achten Platz zurückgefallen. Die Eintracht, in diesem Jahr Sensations-Halbfinalist der Europa League, sollte in Europa im kommenden Jahr fehlen?

Mainz schockt Hoffenheim

Nicht mit Mainz. Ausgerechnet Mainz, der Erzfeind der Frankfurter, verhalf der Eintracht in dramatischen Schlussminuten doch noch auf Platz 7 und damit in die Europa-League-Qualifikation. Leidtragender war die TSG Hoffenheim. Beim Abschied von Trainer Julian Nagelsmann (wechselt nach Leipzig) führten die Kraichgauer zur Pause 2:0 in Mainz, ein Sieg würde für Europa reichen.

Doch kurz vor der Pause kam der Knackpunkt: Der 18 Jahre alte Österreicher Christoph Baumgartner flog bei seinem Startelf-Debüt für Hoffenheim mit Gelb-Rot vom Platz (42.) und in Unterzahl drehte Mainz in der zweiten Halbzeit das Spiel. Spätestens nach dem Anschlusstreffer durch Daniel Brosinski (66./Foulelfmeter) stand Hoffenheim nur noch ängstlich am eigenen Strafraum herum, die Beine wurden schwer und Mainz ließ nicht locker.

Boetius bekommt Dankesschreiben aus Frankfurt

Ein Treffer von Jean-Paul Boetius zählte wegen Handspiels erst nicht (76.), doch in der Schlussphase gelang Boetius mit einem Doppelpack (83./90.) die Wende. Juan Mateta (90+3.) erhöhte gegen geschockte Gäste noch auf 4:2.

Und als die Nachricht aus Mainz in München die Runde machte, hellten sich auch die Gesichter der Frankfurter wieder auf: Die Eintracht darf kommende Saison doch in der Qualifikation für die Europa League starten. Hoffenheim geht dagegen leer aus und musste seine Tränen auf dem Mainzer Rasen trocknen.

Leverkusen in der Champions League, Wolfsburg feiert höchsten Bundesligasieg

Die Champions-League-Millionen gehen nach Leverkusen: Durch ein 5:1 bei Hertha BSC schob sich die Werkself noch auf Platz 4 vor und ist erstmals seit drei Jahren wieder in der Königsklasse dabei. Kurios: In der gesamten Saison stand Bayer zuvor nie unter den ersten Vier.

Bayer profitierte vom Gladbacher 0:2 gegen Borussia Dortmund, die Fohlen sind als Fünfter immerhin in der Europa League vertreten. Genau wie der VfL Wolfsburg, der beim 8:1 gegen den FC Augsburg den höchsten Bundesligasieg der Clubgeschichte feierte.

Die Ergebnisse im Kampf um Europa

FC Bayern – Eintracht Frankfurt 5:1 (1:0)    

Tore: 1:0 Coman (4.), 1:1 Haller (50.), 2:1 Alaba (53.), 3:1 Sanches (58.), 4:1 Ribery (72.), 5:1 Robben (79.)

FSV Mainz - TSG Hoffenheim 4:2 (0:2)

Tore: 0:1 Ishak Belfodil (12.), 0:2 Kramaric (34.), 1:2 Brosinski (66./Foulelfmeter), 2:2, 3:2 Boetius (84./90.), 4:2 Mateta (90+4.) - Gelb-Rot: Baumgartner (42./Hoffenheim)

Hertha BSC – Bayer Leverkusen 1:5 (1:2)

Tore: 0:1 Havertz (28.), 1:1 Lazaro (34.), 1:2, 1:4, 1:5 Alario (38./72./88.), 1:3 Brandt (55.)

Gladbach – Dortmund 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Sancho (45.), 0:2 Reus (55.)

VfL Wolfsburg – FC Augsburg 8:1 (3:0)

Tore: 1:0, 2:0, 4:0 Weghorst (21./37./55.), 3:0 Knoche (42.), 5:0 Ginczek (57.), 6:0 Rexhbecaj (60.) , 6:1 Schieber (82.), 7:1 Brekalo (85.), 8:1 Oxford (89./Eigentor)

Werder Bremen – RB Leipzig 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Rashica (35./Foulelfmeter), 1:1 Mukiele (86.), 2:1 Pizarro (88.)

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