Bundesliga: Doppelter Uth demütigt Meister Bayern München

Mark Uth schoss die Bayern im Alleingang ab.
Mark Uth schoss die Bayern im Alleingang ab.
© imago/Thomas Frey, Frey-Pressebild/Deines, imago sportfotodienst

09. September 2017 - 23:20 Uhr

Müller mit 400. Pflichtspiel für die Bayern

Fußball-Rekordmeister Bayern München entwickelt langsam aber sicher einen handfesten Kraichgau-Komplex. Das Team von Trainer Carlo Ancelotti, der Thomas Müller von Beginn an aufbot und ihm zum 400. Pflichtspieleinsatz für die Bayern verhalf, unterlag am 3. Bundesliga-Spieltag 0:2 bei 1899 Hoffenheim. Ein Doppelpack von Mark Uth (27. und 51. Minute) besiegelte die Pleite.

Neuer: "Das ist das Problem"

Damit warten die Münchner seit drei Partien auf einen Sieg gegen die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann, die in der vergangenen Saison vier Punkte gegen die Bayern geholt hat. Zudem gehen die zurückliegenden beiden Liga-Niederlagen des Meisters auf das Konto der Hoffenheimer.

"Wir haben Hoffenheim total im Griff gehabt, wir müssen hier in Führung gehen, das ist das Problem", wütete Bayern-Torhüter Manuel Neuer nach der Partie bei sky. 72 Prozent Ballbesitz und 23:6 Torschüsse standen nach 90 Minuten für die spielbestimmenden Münchner zu Buche. "Aber das zählt halt nicht", freute sich Nagelsmann über die Kaltschnäuzigkeit seiner Spieler.

"Höllische Schmerzen": BVB-Kapitän Schmelzer erneut verletzt

In der Tabelle kletterte Hoffenheim mit sieben Zählern auf Platz 2 hinter dem punktgleichen Spitzenreiter Borussia Dortmund, das beim SC Freiburg nicht über ein 0:0 hinauskam. Dabei musste der BVB zudem zwei Verletzte beklagen. Kapitän Marcel Schmelzer verletzte sich bei seinem Comeback wieder am Sprunggelenk. Das bestätigte Trainer Peter Bosz. Marc Bartra, der im Breisgau ebenfalls verletzt ausgewechselt worden war, habe Probleme an der Leiste gehabt.

"Es waren höllische Schmerzen", sagte Schmelzer nach dem rüden Foul von Yoric Ravet, der nach Videobeweis mit Rot (er hatte für sein Vergehen zuvor nur Gelb gesehen) nach rund einer halben Stunde unter die Dusche geschickt wurde. Schmelzer hatte gerade erst einen Außenbandanriss im Sprunggelenk überstanden. Wie lange der 29-Jährige ausfällt, ist noch offen.

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Boateng: Torjubel mit Symbolkraft

Die emotionalste Szene spielte sich jedoch in Mönchengladbach ab. Den Moment der Freude über sein 1. Bundesligator für Eintracht Frankfurt nutzte Neuzugang Kevin-Prince Boateng für eine emotionale Geste. Nach seinem 1:0-Siegtreffer bei der Borussia lüftete er sein Trikot und präsentierte ein Shirt mit der Aufschrift 'Nouri'. Die Geschichte von Abdelhak Nouri von Ajax Amsterdam, der im Juli nach einem Herzstillstand im Test gegen Werder Bremen schwere und bleibende Hirnschäden erlitten hatte, habe Boateng "tief bewegt": Auch wenn er weder Nouri noch dessen Familie kenne, bete er für sie. "Ich werde dieses Shirt die ganze Saison tragen", so der 30-Jährige.

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