Europapokal, Abstieg, Relegation

Bundesliga: Diese Entscheidungen stehen noch an

19. Juni 2020 - 8:12 Uhr

Bundesliga-Woche der Entscheidungen naht

Die Bundesliga tippelt nach den englischen Wochen in Richtung Zielgerade. Die wichtigste Entscheidung ist zwar schon gefallen: Der FC Bayern hat sich zum achten Mal in Folge zum Meister gekrönt, doch in den kommenden Tagen stehen weitere wegweisende Entscheidungen an – Vizemeister, Champions League, Europa League und Abstiegskampf. Unser "Navi" für den Buli-Endspurt und die Spieltage 33 und 34.

Wer wird Vize?

Hinter Meister-Sherrif FC Bayern duellieren sich die durch drei Punkte getrennten Verfolger-Cowboys Borussia Dortmund und RB Leipzig am Samstag (nicht ganz zu High Noon) um den Vizetitel, der natürlich gar kein offizieller ist. Wenn der BVB gewinnt, ist ihm Platz zwei nicht mehr zu nehmen. Der FCB kann seinen Punkterekord von 91 Zählern (2013) übrigens nicht mehr knacken, mit zwei Siegen aber die Marke aus dem vergangenen Jahr (78) überspringen.

Restprogramm:
Borussia Dortmund (2. Platz/82:37/66 Punkte): RB Leipzig (A) und TSG Hoffenheim (H)
RB Leipzig (3./79:34/63) Borussia Dortmund (H), FC Augsburg (A)

Wer scheffelt Champions-League-Millionen?

Neben dem Duo Bayern und Dortmund dürfen noch zwei weitere Clubs mit ins Reich der Königsklasse. Leipzig könnte mit einem Remis schon den CL-Sack zuschnüren und hat beste Karten. Dahinter folgt ein harter Zweikampf der rheinischen Rivalen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen um den vierten Platz, der die Aussicht auf dicke Geldbatzen liefert.

Restprogramm:
Bayer Leverkusen (4./60:42/60): Hertha BSC (A), FSV Mainz 05 (H)
Borussia Mönchengladbach (5./61:38/59): SC Paderborn (A), Hertha BSC (H)

Was läuft bei der Mediengruppe RTL im Free-TV?

Hinter Gladbach beginnt das massive Gedrängel um die Plätze für die Europa League (die auch im kommenden Jahr bei NITRO/RTL läuft). Während Wolfsburg, Hoffenheim und Freiburg alle noch gut im Spiel sind, hat Frankfurt nur eine Minimal-Chance. Zu einem direkten Duell der EL-Kandidaten kommt es nicht mehr.

Restprogramm: 
VfL Wolfsburg (6./44:41/46): Schalke 04 (A), Bayern München (H)

TSG Hoffenheim (7./45:51/46): Union Berlin (H), Borussia Dortmund (A)

SC Freiburg (8./43:44/45): Bayern München (A), Schalke 04 (H)

Eintracht Frankfurt (9./55:57/41): 1. FC Köln (A), SC Paderborn (H)

Video: Streich glaubt nicht an seine Freiburger

Wer muss runter?

Als erster Absteiger steht der SC Paderborn fest. Das Team von Steffen Baumgart weist eine kuriose Statistik in den vergangenen Spielzeiten auf. Seit der Saison 2013/2014 stand am Ende der Saison immer ein Auf- oder Abstieg (wegen der Insolvenz von 1860 durfte der SCP 2017 aber in der 3. Liga bleiben).

Alles scheint auf ein enges Rennen und "Finale furioso" zwischen Düsseldorf und Bremen um den Relegationsplatz 16 herauszulaufen. Mainz, Augsburg und Köln sind fast schon gerettet, rechnerisch allerdings nicht.

Restprogramm:
1. FC Köln (Tabellenplatz 13/49:62 Tore/35 Punkte): Eintracht Frankfurt (H), Werder Bremen (A)
FC Augsburg (14/43:60/35 Punkte): Fortuna Düsseldorf (A), RB Leipzig (H)
FSV Mainz (15/41:63/34 Punkte): Werder Bremen (H), Bayer Leverkusen (A)
Fortuna Düsseldorf (16/35:63/29 Punkte): Augsburg (H), Union Berlin (A)
Werder Bremen (17/35:65/28 Punkte): Mainz (A), Köln (H)

Termine Relegation: Die Spiele zwischen dem Bundesliga-16. und dem Zweitliga-3. finden am 2. und 6. Juli statt.

Die Ergebnisse und Tabelle der Bundesliga finden Sie hier. 

Wer kommt hoch?

Mit wenig Mitteln viel erreicht: Arminia Bielefeld kehrt zum achten Mal (damit sind sie zusammen mit Nürnberg Rekordhalter) in die Bundesliga zurück. Wen nehmen die Ostwestfalen mit an die Hand gen Oberhaus? Schwaben (VfB), Hanseaten (HSV) oder Ostalb-Schwaben (1. FC Heidenheim)?

Nachdem sich die drei Teams und allen voran Stuttgart und Hamburg in den letzten Wochen ein eindrucksvolles Schneckenrennen lieferten, hat der VfB aktuell ganz knapp die Nase vorne. Eine Vorentscheidung könnte im direkten Duell HSV vs. Heidenheim am kommenden Wochenende fallen.

Restprogramm:
VfB Stuttgart (2./55:35/55): 1. FC Nürnberg (A), SV Darmstadt (H)
Hamburger SV (3./60:39/54): Heidenheim (A), Sandhausen (H)
1. FC Heidenheim (4./43:32/52): Hamburg (H), Bielefeld (A)