Bundesliga: Bayern zieht nach Klatsche für Leipzig davon - BVB tritt auf der Stelle

Marcel Halstenberg rauft sich die Haare - RB Leipzig geriet in Hoffenheim mit 0:4 unter die Räder.
Marcel Halstenberg rauft sich die Haare - RB Leipzig geriet in Hoffenheim mit 0:4 unter die Räder.
© dpa, Uwe Anspach, ua gfh

02. Dezember 2017 - 18:46 Uhr

Leipziger Pleite in Hoffenheim macht Bayern glücklich

Der FC Bayern hat am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga seinen Vorsprung in der Tabelle wieder auf sechs Punkte ausgebaut. Die Münchner schlugen Aufsteiger Hannover 96 zuhause mit 3:1, Verfolger RB Leipzig geriet bei 1899 Hoffenheim mit 0:4 unter die Räder. Borussia Dortmund gelang beim 1:1 in Leverkusen trotz 50-minütiger Überzahl nicht der erhoffte Befreiungsschlag.

Werder mit wichtigem Sieg im Abstiegskampf

FC Bayern - Hannover 3:1 (1:1)

Die Bayern spielten Hannover an die Wand, hatten aber Pech: Arturo Vidal (8.), Thomas Müller (45.+1) und James Rodriguez (54.) trafen nur Aluminium, immerhin nickte zwischendurch Vidal mit seinem dritten Tor im dritten Spiel ein (17.). Ein Treffer von Lewandowski wurde wegen Abseits nach Videobeweis zurückgenommen (26.), im Gegenzug scheiterte Niclas Füllkrug per Elfmeter an Sven Ulreich. 96 kam trotzdem per Standard zum 1:1: Charlison Benschop (35.) köpfte nach Ecke ein. Hannover stand unter Dauerdruck, Kingsley Coman (67.) traf nach dem zweiten Müller-Assist zum 2:1, Robert Lewandowski (87.) machte per Elfmeter den Deckel drauf.

Hoffenheim - Leipzig 4:0 (1:0)

Defensiv gut organisiert und garstig in den Zweikämpfen, kaufte Hoffenheim den Gästen aus Leipzig den Schneid ab. Nach vorne wussten die Hausherren zudem mit schnörkellosen Angriffen zu gefallen. Einen solchen schloss Nadiem Amiri (13.) blitzsauber zur Führung ab. Nach der Pause schlug Serge Gnabrys Stunde: Erst sauste er der RB-Abwehr davon und netzte zum 2:0 ein (52.), dann setzte der Stürmer aus 50 Metern einen traumhaften Heber ins 'Bullen'-Gehäuse (62.). Mark Uth (87.) machte die Klatsche des Vizemeisters perfekt.

Bremen - Stuttgart 1:0 (1:0)

In einer intensiven Partie mit vielen Zweikämpfen schenkten sich beide Teams wenig. Bremen tat etwas mehr, dafür hatte der VfB durch Takuma Asano (29.) und Benjamin Pavard (40.) die besseren Chancen. Kurz vor dem Pausenpfiff düpierte Werder die Schwaben-Defensive mit einem Bauerntrick: Fin Bartels führte einen Freistoß schnell aus, Max Kruse fackelte nicht lange und überwand Ron-Robert Zieler mit einem platzierten Schuss. In Hälfte 2 nahm Schiri Bastian Dankert ein Tor von Bartels wegen Abseits zurück. Den Grün-Weißen war's am Ende egal, weil Stuttgart anschließend einige Chancen liegenließ. Durch den Sieg rückte Werder bis auf einen Punkt an Relegationsplatz 16 (Freiburg) heran.

Dortmund rettet Punkt in Leverkusen

LEVERKUSEN, GERMANY - DECEMBER 02: Andrej Yarmolenko of Dortmund (r) celebrates after he scored a goal to make it 1:1 during the Bundesliga match between Bayer 04 Leverkusen and Borussia Dortmund at BayArena on December 2, 2017 in Leverkusen, Germany
Andrey Yarmolenko rettete dem BVB in Leverkusen einen Punkt.
© Bongarts/Getty Images, Bongarts

Leverkusen - Dortmund 1:1 (1:0)

Bayer stürmte gegen verunsicherte Dortmunder an: Roman Bürki war gegen Sven Bender (12.) und Julian Brandt (14.) zur Stelle, beim Kopfball von Kai Havertz (20.) rettete die Latte. Nach Ballverlust von Neven Subotic konterte Leverkusen, Havertz schickte Volland, der zur Führung traf (30.). Bayer hatte alles im Griff, bis Wendell (41.) nach brutalem Foul an Gonzalo Castro und Videobeweis vom Platz flog. In Überzahl blieb Dortmund steif, trotzdem traf Andrey Yarmolenko zum 1:1 (73.). Kurz zuvor war Volland allein vorm Tor an Bürki gescheitert. Sekunden vor dem Abpfiff verpasste es Raphael Guerreiro, den BVB aus der Krise zu schießen. Sven Bender blockte den brandgefährlichen Schuss des Portugiesen ab.

Mainz - Augsburg 1:3 (0:2)

Die Mainzer dominierten die Anfangsphase, Danny Latza traf nach Flanke von Giulio Donati mit dem Innenrist den Pfosten (8.). Danach wurde Augsburg aktiver, Robin Zentner entschärfte einen Schuss von Ja-Cheol Koo (10.), war aber machtlos, als Michael Gregoritsch nach Traum-Flanke von Philipp Max nur noch einschieben musste. Beim 2:0 rutschte Zentner eine Max-Hereingabe durch die Hände, im Nachsetzen rammte er Gregoritsch um - Elfmeter! Den verwandelte Alfred Finnbogason sicher. Direkt nach Gerrit Holtmanns Anschlusstreffer traf erneut Finnbogason.