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Bundeskriminalamt warnt vor gefälschten E-Mails mit BKA-Absender

Bundeskriminalamt warnt vor gefälschten E-Mails mit BKA-Absender

Das Bundeskriminalamt warnt vor gefälschten E-Mails mit BKA-Absender.
BKA warnt vor gefälschten E-Mails:Link führt zu Seite mit Schadsoftware.
dpa, Oliver Berg

Angebliches Sammelverfahren wegen Warenbetruges

Haben auch Sie eine Mail mit dem Betreff "Vorladungstermin Polizei/BKA" erhalten? Dann sollten sie auf keinen Fall den enthaltenen Link anklicken, warnt das Bundeskriminalamt (BKA). Denn: Die Mails seien gefälscht. Diese E-Mail stamme weder vom Bundeskriminalamt noch sei die Absender-Adresse die des BKA. Ein enthaltener Link könnte Schadsoftware installieren.

In der E-Mail wird mitgeteilt, dass durch das BKA angeblich ein Sammelverfahren wegen Warenbetruges im Internet in mehreren Fällen angestrebt werde. Es bestehe die Vermutung, dass auch der Empfänger bzw. die Empfängerin der E-Mail betrogen worden sein könnte. Der Empfänger bzw. die Empfängerin wird dann jedoch - im Widerspruch zum bisherigen Text - aufgefordert, einen Link anzuklicken. Dort könne er oder sie nachzulesen, welche angeblichen Vorwürfe gegen ihn bzw. sie selbst erhoben werden.

Klicken Sie nicht auf den enthaltenen Link!

Außerdem soll mitteilt werden, ob er oder sie "durch eine betrügerische Internetauktion geschädigt" und bei welcher Polizeidienststelle Anzeige erstattet wurde. Als Telefonnummer ist die Nummer der Vermittlung des BKA angegeben. Unterschrieben ist die hier bekannte Version der E-Mail von einem "A. Weselstein (KI 35)". Eine Person dieses Namens arbeitet aber nicht im Bundeskriminalamt!

Auch der Link führt lediglich auf eine Internetseite, über die versucht wird, Schadsoftware auf dem eigenen System installieren, um beispielsweise Passwörter zu knacken. Die Schadsoftware wird bereits durch einige Antivirenprodukte erkannt. Trotzdem rät das BKA, die E-Mail zu löschen und zeitnah die Update-Funktion der Virenschutz-Software zu nutzen.

Wenn Sie bereits auf den Link geklickt haben, sollten Sie Ihr System durch eine entsprechende Anti-Viren-Software überprüfen lassen, gegebenenfalls muss das System neu installiert werden. Im Anschluss sollten Passwörter für im Internet genutzte Services (Onlinebanking, eCommerce, etc.) von einem nicht betroffenen System geändert werden. Beachten Sie beim nächsten Mal, dass echte Abmahnung etc. per Post und nicht per Mail versendet werden.

Der Fall erinnert an den sogenannten BKA- bzw. Bundespolizei-Trojaner (auch 'uKash' genannt), der im Namen und mit dem Logo der Bundepolizei (sowie von dem verschiedener bekannter Antiviren-Herstellern) die Geschädigten aufforderte, Geld zu zahlen.