Bundesgerichtshof: Wie hoch dürfen die Abschleppgebühren sein?

Autofahrer wehrt sich gegen teures Abschleppen - BGH muss entscheiden.
Autofahrer wehrt sich gegen teures Abschleppen - BGH muss entscheiden.
© dpa, Julian Stratenschulte

04. Juli 2014 - 13:47 Uhr

Geschäftspraxis von Abschleppdiensten unter der Lupe

Die blöde Sache mit dem Haken: Wenn das eigene Auto abgeschleppt wird, ist der erste Schock schon groß. Doch dann folgt schnell der zweite: Die Rechnung. 250 Euro für das abgeschleppte Fahrzeug – zu viel befand ein Falschparker aus Bayern und klagte. Jetzt entscheidet der Bundesgerichtshof.

Der Autofahrer hatte seine Wagen auf einem als solchen gekennzeichneten Kundenparkplatz eines Fitnessstudios in München abgestellt. Dessen Betreiberin ließ das widerrechtlich parkende Fahrzeug daraufhin entfernen. Das bundesweit tätige Unternehmen Parkräume KG verlangte dafür einen Schadenersatz von 250 Euro.

Das Amtsgericht München befand nach einer Klage des Autofahrers, dass dieser von den entstandenen Kosten nur 100 Euro zu tragen habe. Das Landgericht München setzte in der nächsten Instanz den Betrag mit 175 Euro an. Gegen dieses Urteil legten beide Seiten Revision ein. Dabei geht es auch um die Anwaltskosten des Klägers.