Zahlen wurden vor Corona-Regeln erhoben

Weniger Arbeitslose im März

Coronavirus - Agentur für Arbeit
Coronavirus - Agentur für Arbeit
© dpa, Caroline Seidel, fdt

31. März 2020 - 10:32 Uhr

Arbeitslosenzahl Anfang März gesunken

Viele Menschen plagen seit der Corona-Epedemie Exisistenzängste: Kurzarbeit und Ladenschließungen sind die Folge der Krise. Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit geben die wirtschaftliche Situation noch nicht wider. Sie wurden vor den coronabedingten Einschränkungen erhoben. In diesem Zeitraum ist die Arbeitslosigkeit sogar gesunken.

Die Arbeitslosenquote sank bis zum 12. März um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent. Das sind 60.000 weniger als im Februar, aber 34.000 mehr als im März 2019.

Massiver Ansturm auf Kurzarbeitergeld

Was dennoch feststeht: Der Ansturm auf Kurarbeitergeld wird historisch sein. Der Bundesagentur-Vorstandschef Detlef Scheele hat bereits in der vergangenen Woche gesagt, dass er einen neuen Rekord in der Kurzarbeit erwartet. In der großen Finanzkrise 2008/2009 waren in der Spitze bis zu 1,44 Millionen Menschen auf Kurzarbeit angewiesen. Scheele wird heute gemeinsam mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vor die Presse treten und erste Aussagen treffen.

Experten erwarten massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit

Volkswirte gehen auch von einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit durch den Stillstand aus, der im Kampf gegen das Virus nötig geworden ist. Sollte das öffentliche Leben im Mai wieder anlaufen, könnte es auf das Gesamtjahr gerechnet zu einer Reduzierung der Wirtschaftsleistung um etwa fünf Prozent kommen. Sollte die Krise länger dauern, würde der Einbruch noch größer ausfallen. Die Volkswirte rechnen mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,5 Punkte auf etwa 5,6 Prozent im Jahresschnitt.