Bund treibt Schließung von Atommülllager Asse voran

12. Februar 2016 - 2:16 Uhr

Der Bundestag hat das Gesetz für die beschleunigte Schließung des maroden Atommülllagers Asse auf den Weg gebracht. Mit einer Mehrheit über Fraktionsgrenzen hinweg stimmte das Parlament Regelungen zu, die eine zügige Bergung des schwach- und mittelradioaktiven Mülls möglich machen sollen. Die Kosten werden auf zwei bis vier Milliarden Euro geschätzt. Die Bergung der 126.000 Fässer, soweit technisch möglich, könnte Jahrzehnte dauern.

Das Bergwerk Asse in der Nähe von Wolfenbüttel war einst als Forschungslager eingerichtet worden. Tatsächlich wurde in 500 bis 700 Metern Tiefe radioaktiver Müll deponiert, der zu großen Teilen einfach abgekippt und nicht näher erfasst wurde. Mittlerweile laufen große Mengen Wassers in den Salzstock, so dass der gesamte Komplex abzusaufen oder einzustürzen droht.