Geld nicht nur für den Fußball

Bund hilft deutschen Sport-Profiligen mit 200 Millionen Euro

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30. Juni 2020 - 17:05 Uhr

Beschluss nur noch eine Formalie

Auch der Sport bekommt bei den "Corona-Hilfen" einen Teil vom Kuchen ab: Im Rahmen des milliardenschweren Konjunkturpakets von Union un SPD erhalten die deutschen Profiligen eine finanzielle Unterstützung von 200 Millionen Euro. Endgültig beschlossen ist die Hilfe zwar noch nicht, doch dabei handelt es sich nur noch um eine reine Formsache.

Existenzen werden gerettet

"Es ist ein existenziell wichtiger Beitrag, um vernünftige Wettbewerbe, einen vernünftigen Spielbetrieb und ein vernünftiges Lizenzverfahren in den kommenden zwölf Monaten zu ermöglichen", sagte CDU-Politiker Frank Steffel dem SID: "Es ist ein wahnsinnig wichtiger Beitrag, um Hunderten von Vereinen die Existenz zu retten."

Neben den drei professionellen Fußballligen erhalten insbesondere die Spitzenligen DEL (Eishockey), BBL (Basketball) sowie HBL (Handball) einen Teil des Geldes. Auch die Frauen Fußball Bundesliga fällt unter diese Bedingungen.

Auch kleinere Ligen profitieren

Das zentrale Kriterium für die Verteilung der Gelder sind die Zuschauereinnahmen. Wegen der Corona-Pandemie gibt es derzeit keine Besucher in den Stadien. Die fehlenden Einnahmen der Monate April bis Dezember können laut Steffel "bis zu 80 Prozent netto" erstattet werden.

Doch nicht nur die "Big Player" haben ein Anrecht auf die Fördergelder, wie der Sportpolitiker betonte: "Es sind die 1. und 2. Ligen aller Sportarten. Im Grundsatz betrifft es genauso das Ringen. Es gibt Orte, da gehen Tausend Leute zum Ringen. Es gibt Orte, da gehen 300 Leute zum Wasserball oder zu einem Schützenwettbewerb. Das soll ausdrücklich mit drin sein. Wenn die Zuschauereinnahmen wegfallen, gibt es auch hier, wenn die Veranstaltung stattfindet, eine entsprechende Unterstützung."

Auch in die hinter den Ligen stehenden Verbände besitzen einen Anspruch auf die Hilfen, allerdings mit Einschränkungen, wie Steffel erklärte: "Da muss man aber sehr genau gucken, wie dann die Rahmenbedingungen sind."