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Bund ehrt Kiel für Klimaschutz-Initiative

Windräder und Hochspannungsleitung
Windräder und eine Hochspannungsleitung zeichnen vor dem vom Sonnenaufgang verfärbten Morgenhimmel ab. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv © deutsche presse agentur

Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel gehört zu den Gewinnern beim bundesweiten Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2018". Die Auszeichnung wurde für die Umsetzung sogenannter Green-IT im Rechenzentrum des Abfallwirtschaftsbetriebs vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro soll nach Angaben der Stadt in weitere Vorhaben zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel investiert werden. Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik.

Die Stadt und der Abfallwirtschaftsbetrieb hätten mit einem gemeinsamen Projekt gezeigt, dass durch die energetische Modernisierung eines Serverraums die zuvor prognostizierte Stromeinsparung von 70 Prozent tatsächlich erreicht werden kann, lobte die Jury. Investitionskosten von rund 30.000 Euro stehen die jährliche Einsparung von 73.000 Kilowatt Strom, von 13.000 Euro und 43 Tonnen klimaschädlichem Kohlendioxid gegenüber. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) gratulierte der Stadt Kiel und den weiteren Preisträgern. "Kommunen und Regionen sind Schrittmacher im Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel", sagte sie. Für einen erfolgreichen Klimaschutz gelte es, global und lokal zugleich zu handeln.

Kiel habe bereits im Jahr 1995 den Klimaschutz zur wichtigen kommunalpolitischen Aufgabe erklärt, sagte der Leiter des Umweltschutzamtes, Andreas von der Heydt. Mit "Green-IT"-Konzepten könne die Digitalisierung energiesparend und damit klimaverträglich umgesetzt werden.


Quelle: DPA

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